Melk

Erstellt am 25. August 2016, 05:26

von Markus Glück

Probleme in Gastronomie. Zu wenig Lehrlinge: Im ersten Halbjahr zeigt sich positiver Trend bei Arbeitslosenzahlen, nur Gastro-Bereich kämpft mit Lehrlingsmangel. Zahl der Arbeitslosengeldstreichungen gestiegen.

Die Zahl der Arbeitslosen ging im ersten Halbjahr zurück. Die Arbeitslosenquote im Bezirk beträgt 4,1 Prozent.  |  Shutterstock, gpointstudio

Der positive Trend der letzten Monate bei den Arbeitslosenzahlen im Bezirk setzte sich auch im Juli fort. Ende Juli lag man mehr als sechs Prozent unter den Zahlen des Vorjahres.

Insgesamt hat der Bezirk eine Arbeitslosenquote von 4,1 Prozent (NÖ: 7,4 Prozent). Die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen beträgt Ende Juli 1.550 Personen, 63 Menschen weniger als im Jahr 2015. Demgegenüber stehen 316 gemeldete offene Stellen im Bezirk. Den größten Personalbedarf haben der Baubereich, der Handel und das Hotel- und Gastgewerbe.

Der positive Jahreswert wird sich laut dem Leiter der AMS-Geschäftsstelle in Melk auch in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen. „Es läuft derzeit gut, da mehr Leute angestellt werden. Da wir sehr viele Klein- und Mittelbetriebe haben, richtet sich der weitere Verlauf aber auch nach der Auftragslage“, informiert Mayer im NÖN-Gespräch.

Allein 157 Streichungen im ersten Halbjahr

Schwierig ist die Lage derzeit im Hotel- und Gastronomiebereich. Mayer: „In diesem Bereich gibt es derzeit 18 freie Lehrstellen aber nur zwei Lehrstellensuchende, die sich bei uns gemeldet haben.“

Allgemein gibt es in diesem Bereich 74 offene Stellen und 83 Arbeitssuchende. „Unser Problem ist, dass wir zwar im Sommer eine tolle Saison haben, viele sich im Winter aber etwas anderes suchen müssen und nach Westen pendeln,“ so Mayer.

Während die Arbeitslosenzahlen im Bezirk sinken, ist bei der Streichung des Arbeitslosengeldes im ersten Halbjahr ein deutlicher Anstieg zu vermelden.

Waren es im gesamten Jahr 2015 rund 210 Sperren nach dem Arbeitslosenversicherungsgesetz, sind es im ersten Halbjahr 2016 bereits 157 Streichungen. Die Gründe für Sperren von Leistungen können etwa die Nichtannahme eines zumutbaren Stellenangebots oder auch die Nichtteilnahme an notwendigen Qualifizierungen sein. Niederösterreichweit gab es bisher 7.704 Fälle, ein Plus von 7,5 Prozent.