Erstellt am 13. April 2017, 05:00

von Denise Schweiger

Raddiebe: „Mehr Schaden als bei Raubüberfall“. Schönwetter lockt Fahrradfahrer ins Freie. Diebe haben es auf Räder abgesehen.

Symbolbild  |  NOEN

Radfahrer aufgepasst: Immer mehr Diebe haben es auf den Drahtesel abgesehen. In der Region häufen sich die Diebstähle, wie Karl Nestelberger vom Bezirkspolizeikommando Melk berichtet: „Im März wurden allein in Pöchlarn sieben Räder gestohlen.“

Diebe machen mit Rädern reiche Beute: „Fahrräder sind nicht billig. Es gibt kostengünstige Modelle, aber auch wirklich teure Exemplare. So ein Raddiebstahl verursacht mehr Schaden als ein Raubüberfall“, informiert Nestelberger.

Nicht beim Schloss sparen

Allerdings gibt es ein paar Möglichkeiten, das Fahrrad zu sichern. Der erste Schritt ist ein festes und hochwertiges Schloss: „Dabei sollten Radfahrer wirklich nicht sparen. Billige Schlösser können Diebe mit einer Zange leicht und schnell knacken.“ Manche Langfinger machen selbst vor Schlössern nicht Halt: „Auch versperrte Räder werden entwendet. Radbesitzer sollten sich unbedingt die Nummer notieren, die im Rad eingestanzt ist.“

Fahrradrahmennummer notieren

Durch die sogenannte Fahrradrahmennummer kann die Polizei den Besitzer auf einen Blick verifizieren. „Das ist sehr wichtig, nur anhand der Farbe kann ich ein wiedergefundenes Rad nicht dem rechtmäßigen Besitzer zuordnen“, schmunzelt der Chefinspektor.

Zu guter Letzt besteht Nestelberger auf Sichtschutz. Räder sollten nicht sichtbar im Freien stehen, wie zum Beispiel unter Carboards: „Besser sind sie dort aufgehoben, wo man sie nicht gleich sehen kann.“