Melk

Erstellt am 04. Dezember 2017, 15:59

von Markus Glück

Sorge um Landesklinikum. SP-Bezirksspitzenkandidat Günther Sidl wünscht sich Teleworking-Center und Ausbau des Photovoltaik-Clusters. Er warnt auch vor Aushöhlung des Melker Spitals.

SP-Landtagsabgeordneter Günther Sidl arbeitet derzeit mit SP-Landesrat Franz Schnabl am Wahlprogramm.  |  NOEN, SPÖ

Als Spitzenkandidat der SPÖ für den Bezirk geht der Petzenkirchner Landtagsabgeordnete Günther Sidl in den Landtagswahlkampf.

Sidl, der aktuell auch maßgeblich an der Erstellung des SP-Programms für die Landespartei beteiligt ist, will bei den Wählern im Bezirk vor allem durch persönlichen Kontakt punkten. „Mein Ziel sind Hausbesuche in allen 40 Gemeinden“, erzählt Sidl, der dabei auch auf Kaffee- und Frühstücksrunden setzt.

Schnellbahn-Stopp in Pöchlarn

Der SP-Bezirkschef will im Wahlkampf fünf Themen in den Mittelpunkt stellen. Ganz oben auf der To-do-Liste steht dabei der Ausbau des Photovoltaik-Clusters mit Anlagen in Ybbs, Petzenkirchen, Leiben, Marbach und Golling. Bisher werden 600 Haushalte versorgt, Sidls Ziel ist eine Steigerung auf über 1.000 Haushalte: „Da brauchen wir aber auch die Mithilfe der Gemeinden. Parteifarbe darf da keine Rolle spielen.“

Weiter festhalten will der SP-Abgeordnete an seinem Plan nach einem Schnellbahn-Stopp in Pöchlarn: „Ich weiß, dass das ein langfristiges Projekt ist. Ich gebe da aber nicht auf.“

„Klinikum braucht klare Schwerpunktsetzung“

Ein Konzept vonseiten des Landes wünscht sich Sidl für die Zukunft des Melker Landesklinikums. „Wir brauchen eine Schwerpunkt-Setzung. Meine Sorge ist, dass das Krankenhaus in den nächsten Jahren weiter ausgehöhlt wird“, sorgt sich Sidl um die medizinische Versorgung. So fahren bereits jetzt viele nach Amstetten oder St. Pölten, wie Sidl erklärt: „Ein Schlaflabor wird zu wenig sein.“

Ein Angebot für Pendler könnte künftig ein Teleworking-Center sein. „Wir sind ein Auspendel-Bezirk. Ein derartiges Center würde die Wertschöpfung in der Region belassen“, glaubt Sidl. Noch vor der Wahl auf Schiene gebracht soll eine betreute Jugendarbeit werden. Ein konkretes Projekt befindet sich derzeit in Ausarbeitung.

Angesprochen auf das Wahlergebnis hofft Sidl auf Zugewinne und eine klare Positionierung der SPÖ als Nummer Zwei.