Erstellt am 08. September 2015, 07:33

von Walter Fahrnberger

Bischöfliches Seminar steht vor Verkauf. "Constructio"-Gesellschaft wird früheres Knabenseminar angehender Priester erwerben. Kommt Hotel oder Ärztezentrum?

Für das Melker Seminar mit über 5.000 Quadratmeter Wohnfläche gibt es mehrere Ideen.  |  NOEN, Walter Fahrnberger

Der Verkauf des bischöflichen Seminars in Melk ist zwar noch nicht über die Bühne gegangen, steht aber kurz bevor. Das bestätigen sowohl Markus Riaccabona, Pressereferent vom Eigentümer Diözese St. Pölten, als auch Sieglinde Auinger von der Constructio FHB. Sie hat gemeinsam mit Stefan Freimann die Geschäftsführung der Immobilien-Gesellschaft inne, die soeben neu gegründet wird.

Kein Handelsbetrieb im bischöflichen Seminar 

Das Duo ist bereits länger österreichweit im Immobiliengeschäft tätig, vorwiegend im Bereich Handel. „Doch ein Handelsbetrieb wird sicher nicht im bischöflichen Seminar untergebracht“, beruhigt Auinger.
Nach ersten kosmetischen Maßnahmen sollen weitere Gewerbeobjekte und Wohnungen im über 5.000 Quadratmeter großen Gebäude entstehen. Für die weitere Verwendung hat Auinger aber schon sehr viele Ideen. „So ist ab 2017 die Realisierung eines reinen Bürogebäudes ebenso möglich wie ein Hotel oder ein Ärztezentrum.“

Gespräche mit der Stadt laufen

Für Letzteres wird von der Stadtgemeinde bekanntlich ein Standort gesucht. „Gespräche mit der Stadt laufen“, wie Auinger bestätigt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Alle Mieter, wie das Architekturbüro Huber, werden weiter im Gebäude bleiben.


Infos zum Seminar

Das bischöfliche Seminar in Melk wurde 1905 eröffnet. Aus dem Knabenseminar gingen hunderte Priester hervor.

Mit Ende des Schuljahres 2005/06 wurde das Seminar aufgrund der immer geringeren Anzahl an Seminaristen geschlossen. Seither waren und sind Teile des Gebäudes in unterschiedlicher Verwendung wie für Kindergartengruppen, Arztpraxen oder für ein Architekturbüro.