Bischofstetten

Erstellt am 09. Februar 2018, 03:48

von Jutta Streimelweger

Baufirma in Bedrängnis. Wiener Unternehmer behauptet, der Bürgermeister könne mit seiner Baufirma Zahlungen nicht nachkommen. Stellungnahme gab Reinhard Hager keine ab.

   |  Jutta Streimelweger

Es wird nicht ruhiger um den Bischofstettner VP-Bürgermeister Reinhard Hager. Nach der Klage aus Texing wegen nicht erbrachter Leistungen von Hagers Baufirma, holt nun ein Wiener Unternehmer zum Schlag aus.

Die Behauptung Hagers, dass er mit seinem Unternehmen „nach einer schwierigen Phase allen laufenden Verpflichtungen nachkomme“ sei falsch: „Das stimmt nicht. Wir haben ebenfalls im November die Firma Hager geklagt und bis heute noch kein Geld gesehen.“ Aus heutiger Sicht sei auch ungewiss, ob Hager jemals seinen Verpflichtungen nachkommen wird. „Wir mussten sogar eine Pfändung beziehungsweise eine Grundbuch-Eintragung auf die Liegenschaft der Firma Hager veranlassen. Anscheinend sind wir nicht die Ersten, die 2018 in das Grundbuch eingetragen werden.“

Keine Vorauszahlungen mehr leisten

Die ungewisse Lage von Hagers Firma bestätigt Gerhard Weinhofer von der Creditreform: „Ja, es gibt Inkassoaufträge und die Bonität stufen wir auch als sehr schwach ein.“ Firmen würde Weinhofer jetzt empfehlen, an die Firma Hager keine Vorauszahlungen mehr zu leisten.

Trotz mehrerer Ersuchen um eine Stellungnahme zu den Vorwürfen, liegt bis Redaktionsschluss keine Äußerung des Bischofstettener Ortschefs vor.