Erstellt am 24. November 2015, 01:08

von Elisabeth Schuster

Containerdorf entsteht. Auf den Tennisplätzen der Sportanlage des Stiftes Melk werden ab dieser Woche für drei Jahre 25 Container mit Überdachung aufgestellt. 30 Asylwerber ziehen ein.

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Ein Containerdorf wird am Areal des Melker Stiftes entstehen. Das verriet Caritas-Direktor Friedrich Schuhböck vergangene Woche.

Insgesamt 25 Container mit Überdachung werden für drei Jahre auf den Tennisplätzen der Sportanlage des Melker Stiftes aufgestellt. Die ersten Asylwerber werden Mitte Dezember kommen. Bevor Asylwerber allerdings darin wohnen können, müssen die Container mit Hausrat, Einrichtungsgegenständen, E-Geräten und vielem mehr ausgestattet werden. Hier wird einen Teil der Einrichtung IKEA übernehmen: „Wie viel wir bekommen werden, wissen wir noch nicht“, sagt Schuhböck.

24-Stunden-Betreuung übernimmt Caritas

Vom Stift Melk wird für Strom, Wasser und Kanal gesorgt. Zusätzlich zu den drei Sanitärcontainern können auch drei fixe Toilettenanlagen genützt werden. Auch die Sportanlage steht zur Verfügung. Die Grundversorgung wird von der Caritas mit dem Land Niederösterreich geregelt. Auch die 24-Stunden-Betreuung übernimmt die Caritas.

Das Containerdorf ist ein sogenanntes Grundversorgungsquartier. Das bedeutet: Menschen, die um Asyl angesucht haben, sind in der Grundversorgung. Wenn Asyl gewährt wird, müssen sie innerhalb von vier Monaten ausziehen und sich eine eigene Wohnung suchen. Ist die Entscheidung negativ, werden sie abgeschoben.

Noch ist das ganze Projekt aber nicht unter Dach und Fach. „Der Vertrag mit dem Land existiert noch nicht. Der Vertrag wird aber in den nächsten Tagen abgeschlossen werden“, erklärt der Caritas-Direktor.

Bevor die Asylwerber einziehen, ist auch ein Tag der offenen Tür geplant: Die Bevölkerung hat die Möglichkeit, das Containerdorf zu besichtigen. Beim Aufbau der Container helfen die Melker Pioniere mit.