Erstellt am 06. Oktober 2015, 06:02

Museum wird zum Spielball der Politik. Eigentlich wurde die Schließung des Melker Museums schon beschlossen. Die Grünen wünschen sich aber ein neues Konzept.

 |  NOEN, Presse&Foto FRANZ GLEISS
Die Schließung der Museumsräumlichkeiten in der „Alten Post“, ist eines der 180 Einsparungspotenziale vom Projekt „Stadt Melk hat Zukunft“. In der Sitzung am 9. Juli haben sich die Gemeinderäte im „Nicht öffentlichen Sitzungsteil“ einstimmig für diese Maßnahme ausgesprochen. In der öffentlichen Sitzung am 10. September wurde schließlich die Bevölkerung darüber informiert. Die Reaktionen vieler Melker daraufhin waren alles andere als positiv. Der Aufschrei, vor allem der ehemaligen Mitglieder des Kultur- und Museumsvereins war unüberhörbar.

Nun, knapp einen Monat später machen die Melker Grünen wohl auch deshalb den Beschluss auf Facebook wieder zum Thema. Denn noch lange ist nicht klar, wie es weitergeht. „Im Museum ist seit langer Zeit nichts mehr passiert“, erklärt Kulturstadtrat Walter Schneck (Die Grünen). Für die Zukunft wünscht sich Schneck ein neues Konzept: „Das Museum braucht einen Neustart. Ohne Freiwillige wird es nicht gehen. Ich wünsche mir, dass alle zusammenhelfen.“

Museumsbestand soll erhalten bleiben

Entwarnung gibt der Grünen-Stadtrat aber für die Objekte im Museum. Der Bestand soll nicht aufgelöst werden. In dieser Form soll das Museum aber nicht mehr bestehen. Ein Grund dafür sind auch die Betriebskosten in Höhe von 14.400 Euro pro Jahr. Die Gespräche, wie es in Zukunft weitergehen soll, laufen gerade. „Dieses Einsparungspotenzial ist beschlossen. Nun geht es in die vertiefte Prüfung“, erklärt Bürgermeister Thomas Widrich (ÖVP).

Vielleicht kann mit einem neuen Konzept auch das Interesse noch mehr gesteigert werden. Aktuell hat das Museum ohnehin nur jeweils nach telefonischer Terminvereinbarung geöffnet. Gezeigt wird gerade die Ausstellung „Ur- und Frühgeschichte von Melk“. Diese wurde im Jahr 2014 von 50 Interessierten besucht.