Erstellt am 03. März 2016, 01:59

von Michael Unger

Die "liebe" Verwandtschaft. In "Der Rittbergvertrag" zeigt die Bühne Loosdorf, wie weit eine Familie geht, um sich das Erbe des greisen Patriarchen zu sichern. Am Freitag war Premiere.

 |  NOEN, zVg

Der greise Karl Heinrich von Rittberg, Generalmajor der k. u. k. Armee im Ruhestand (brillant gespielt von Regisseur Leopold Mayrhofer) lädt nach vielen Jahren wieder seine zerstrittene Verwandtschaft zu sich ein: Zwei Neffen, eine Nichte und deren Ehepartner, die ihn alle seit 20 Jahren ignoriert haben.

Doch nicht, wie sie zunächst vermuten, um zu sterben, sondern um ihnen seinen komplexen Erbschaftsvertrag zu eröffnen: Sollte er innerhalb des nächsten Jahres sterben, geht sein Vermögen an seine Haushälterin Sophie. Nur wenn einer der sechs Verwandten in dieser Zeit das Zeitliche segnet, dürfen die Anderen das Erbe zwischen sich aufteilen.

Lustige Entwicklungen

Es kommt, wie es kommen muss: Jeder der Rittbergs versucht bald, dem Tod ein bisschen nachzuhelfen. Und sie sind nicht die Einzigen, die intrigieren. Es geht ja schließlich um eine ansehnliche Villa. Dass der Greis ganz genau weiß, was um ihn geschieht, ahnt keiner der Beteiligten.

Bei der Premiere am Freitag erntete die Komödie viele Lacher und die Darsteller berechtigten Applaus. Gespielt wird noch an den kommenden beiden Wochenenden, Freitag und Samstag jeweils um 19.30 Uhr, sonntags 18 bzw. 15 Uhr.

Ist es schon so weit? Karl Heinrich von Rittberg (Leopold Mayrhofer, v. l.), sein Neffe Ferdinand (Johann Lanzenlechner), dessen Frau Theresia (Eva Fexa) und Nichte Mathilde (Helga Mayrhofer).Unger