Erstellt am 09. November 2015, 11:04

Die "Wikinger!" ziehen weiter. Die bisher umfassendste Ausstellung in Österreich mit über 500 Exponaten auf 1.300 Quadratmetern ging diesen Sonntag auf der Schallaburg zu Ende.

Feierten am Sonntag das Ende der WIKINGER!-Ausstellung auf der Schallburg: Geschäftsführer Kurt Farasin (v. l.), Ausstellungsproduktionsleiterin Judit Zeller, Kuratorin Michaela Helmbrecht und Standortleiter Peter Fritz.  |  NOEN, Presse&Foto FRANZ GLEISS
Insgesamt 168.710 Menschen warfen an 226 Ausstellungstagen einen Blick hinter die Mythen der Nordmänner und auf den Alltag von damals. Gleichzeitig positionierte sich die Schallaburg mit "WIKINGER!" als Begegnungsraum zu spannenden Fragen der Gegenwart.

Über die Geschichte der Wikinger mit einem Blick auf die heutige Welt wurden die Besucherinnen und Besucher mit individuellen Fragestellungen zu ihrer eigenen Zukunft konfrontiert.
 
„Die Schallaburg hat mit „WIKINGER!“ ein weiteres Kapitel europäischer Geschichte präsentiert und mit einem innovativen Kulturvermittlungskonzept auch neue Blickwinkel auf die gegenwärtige Welt eröffnet“, erklärt Landeshauptmann Erwin Pröll.

„Die Schallaburg als ein ganz wesentlicher Bestandteil des Kultur-Angebotes in Niederösterreich geht mit diesem vielfältigen Konzept der Ausstellungsgestaltung einen visionären Weg. In der kommenden Ausstellung mit dem Titel „Die 70er-Damals war Zukunft“ unterstreicht die Schallaburg diesen Fokus auf die heutige Zeit und wirft neue Fragen unserer Gesellschaft auf“, so der für Kulturagenden zuständige Landeshauptmann.

„Nach der Ausstellung „Jubel & Elend“ im Vorjahr positioniert sich die Schallaburg mit „WIKINGER!“ im lebendigen Austausch mit unseren Gästen und mit aktuellem Bezug zur Gegenwart. Rund 2850 Führungen durch die Ausstellung und über 2250 Schülerinnen und Schüler haben an einem Workshop in dem eigens konzipierten Treffpunkt ICH UND WIR teilgenommen und sich so spielerisch auf eine „víking“ zu ihrer eigenen Identität begeben“, zeigt sich Kurt Farasin, Leiter der Schallaburg, begeistert.

„In der kommenden Ausstellung gehen wir einen Schritt weiter und transportieren diesen Experimentierraum direkt in die Ausstellung. So genannte Debattenräume am Ende jedes Ausstellungskapitels geben Platz für Fragen und Antworten – ob in Workshops, alleine oder in der Begegnung mit anderen Besucherinnen und Besuchern“, erläutert Farasin.

„Wir verstehen uns als Ort der Begegnung und des Austauschs. Zwischen Ausstellung, Burg und Garten kann man gut und gerne in einer entspannten Atmosphäre einen ganzen Tag verbringen. Dass dies auch heuer wieder so viele Gäste zu uns geführt hat, freut uns sehr“, so Peter Fritz, Standortleiter der Schallaburg.

Von 19. März bis 6. November 2016 beleuchtet die Schallaburg mit „Die 70er-Damals war Zukunft“ ein Jahrzehnt des gesellschaftlichen Aufbruchs. Die Forderungen von damals sind bis heute in Zeiten von Fukushima, Occupy und einer weltweiten Migrationsbewegung aktueller denn je!
 
Die Saison auf der Schallaburg ist mit dem Ende der Ausstellung allerdings noch nicht vorbei: Am 28. und 29. November 2015 ist das große niederösterreichischen Spielefest wieder zu Gast und verwandelt die Schallaburg in eine riesige Spieleburg für Kinder.

Von 11. bis 13. Dezember sorgt der Christkindlmarkt auf der Schallaburg mit über 135 Ausstellern, originellem Kunsthandwerk, weihnachtlicher Musik und Kulinarik aus der Region für weihnachtliche Stimmung im Mostviertel.