Erstellt am 26. Februar 2016, 05:04

Dürnsteiner: „Wir ziehen das durch“. Unternehmer Erich Dürnsteiner möchte in den nächsten Wochen 25 bis 30 Flüchtlinge im ehemaligen Gasthaus Grabner unterbringen.

 |  NOEN, Flüchtlinge in Heiligenkreuz
Obwohl sich zahlreiche Bürger gegen das Projekt sträuben, entschied sich Erich Dürnsteiner letztendlich dafür, demnächst 25 bis 30 Asylwerber im ehemaligen Gasthaus Grabner in Ysperdorf einzuquartieren. „Fakt ist, dass wir das durchziehen“, gab er bekannt.

"Die Demonstranten sollen ruhig kommen"

Die Pläne Dürnsteiners stoßen bei den Gegnern seit Wochen auf starke Proteste. Allein auf Facebook treten mehr als 200 Personen gegen das Asylquartier ein. Sie planen sogar eine Demonstration in Dürnsteiners Heimatgemeinde Gols. „Die Demonstranten sollen ruhig kommen. Ich rede mit allen gerne, ich bin ein offener Mensch“, so der Unternehmer.

Hofamt Priels Bürgermeister Friedrich Buchberger berichtet, dass es mittlerweile auch einige Befürworter des Asylquartiers gibt. Dürnsteiner versicherte ihm, dass vorwiegend Familien einziehen würden. „Wenn es ein paar Familien sind, dann ist das in Ordnung. Aber 30 Personen sind zu viele. Darüber werde ich mit Herrn Dürnsteiner noch sprechen“, erklärt der Ortschef. Am Donnerstag findet eine Aussprache zwischen Dürnsteiner und Gemeinderat statt, an der auch Befürworter des Projektes teilnehmen werden.

Firma von Dürnsteiner betreut die Flüchtlinge

Nach Aussagen Dürnsteiners ziehen die Flüchtlinge bereits übernächste Woche ein. Buchberger sieht das anders: „Es ist noch nicht fix, wann die Personen kommen. Dürnsteiner soll am Boden bleiben.“

Die Betreuung übernimmt die Firma von Erich Dürnsteiner, deren Unternehmensgegenstand Lebensmittelgewerbe und Hotellerie sind. „Die Flüchtlinge erhalten von uns eine Vollversorgung“, betont er. Zusätzlich möchte er die Hafenkneipe wieder aufmachen und die Bewohner des Hauses mit Steckerlfisch versorgen.

Dürnsteiner ist sich sicher, dass die Hetze gegen ihn von einer Nachbarin ausgeht. „Sie schaukelt alle anderen auf“, meint er. Auch das im Internet veröffentlichte Gerücht, Ex-FPÖ-Abgeordneter Ernest Windholz sei sein Schwiegervater, „ist eine glatte Lüge“.