Dunkelsteinerwald

Erstellt am 16. August 2016, 08:12

von Michael Unger

„Jamie“ wurde vergiftet. Der dreijährige Berner Sennenhund „Jamie“ aus Kicking verstarb völlig unerwartet. Eine toxikologische Untersuchung wies nun Phosphin nach, die Polizei ermittelt.

Ein Bild aus besseren Tagen: Jamie wurde von einem Unbekannten vergiftet.  |  privat

Unerklärlicher, feiger Anschlag auf ein Haustier im Dunkelsteinerwald: Vor zwei Wochen verstarb völlig überraschend der dreijährige Berner Sennenhund „Jamie“ aus Kicking. Nun zeigt eine toxikologische Untersuchung, dass er vergiftet wurde. „Jamie fing ohne jede Vorwarnung zu zittern an, bekam sehr starke Krämpfe und konnte sich kaum noch bewegen“, berichtet der schockierte Hundehalter.

Weil die Familie so etwas bei ihm noch nie gesehen hatte, brachten ihn die Familienangehörigen sofort in die Tierklinik nach Mank. Aufgrund seiner Krämpfe biss sich Jamie sogar mehrmals auf die Zunge und blutete deshalb aus dem Maul. Doch auch der Tierarzt konnte ihn nicht retten, er verstarb noch in derselben Nacht nach qualvollem Kampf.

Toxikoligische Untersuchung durchgeführt

Seinen Besitzern ließ der unerklärliche Tod aber keine Ruhe, weshalb sie Jamie von einem medizinischen Institut untersuchen ließen. Als auch die Obduktion keine Erklärung brachte, wurde auf Wunsch der Halter noch eine toxikologische Untersuchung durchgeführt.

Diese fand Phosphin in Jamies Magen, das in Mäuse- und Rattenködern verwendet wird. Jamies Besitzer vermuten daher das Gift Strychnin hinter dem Tod ihres Tieres, dazu würden auch die Symptome passen.

Familie erstattete Anzeige

„Jamie war keinesfalls aggressiv und hat deshalb auch noch nie jemanden gebissen oder gezwickt. Wir leben in einer sehr ländlichen Gegend, haben keine direkten Nachbarn. Es befindet sich auch kein belebter Spazierweg in unserer Nähe“, so der Hundehalter. Für ihn kommt nur ein „feiger Hundehasser“ als Täter infrage.

Nach Erhalt der toxikologischen Ergebnisse erstattete die Familie Anzeige. Man fürchtet um die anderen beiden Hunde, die nun nicht mehr aus den Augen gelassen werden. Die Polizei ermittelt.