Erstellt am 11. April 2016, 11:47

von Claudia Christ

„Es gibt nur positives Feedback“. Besucher strömten zu Wolfgang Moser, Willi Resetarits & Ernst Molden, Peter Cornelius & Co.

 |  NOEN, Riedler
Halbzeit bei der Ybbsiade: Nach fulminanter Hader-Premiere gaben sich diese Woche namhafte Künstler, Kabarettisten, Musiker und Zauberer in Ybbs ein Stelldichein. „Intendant Joesi Prokopetz und ich sind total happy. Das Medieninteresse an der Ybbsiade war noch nie so groß wie heuer. Außerdem gibt es nur positives Feedback von den Besuchern und auch aus der Ybbser Wirtschaft“, zieht Bürgermeister Alois Schroll Zwischenbilanz.

Gleich an zwei Abenden verzauberte diese Woche der Ybbser Wolfgang Moser das Publikum im Babenbergerhof mit seinen „Fingierten Wundern“. Für den Vizeweltmeister der Zauberkunst war das Heimspiel vor zweimal ausverkauftem Saal mit je 190 Besuchern schon ein ganz persönliches Wunder. Sorgte er doch bei der Ybbsiade für einen neuen Rekord. „Der erste Termin war ja schon am ersten Tag nach Beginn des Kartenvorverkaufes ausverkauft“, freut sich der Zauberkünstler.

Mit seinen Kartentricks, dem Teekessel, der neben Wein, Bier auch Pina-Colada und Kaffee ausschenkt, brachte er sein Publikum zum Staunen. In seiner witzigen und unterhaltsamen Zaubershow tauchte ein verzaubertes Handys auf wundersame Art wieder in einem dreifach verpackten Paket wieder auf und verschwundene Karten fanden sich in Zitronen wieder.

„Land am Strome“ einmal ganz anders

Wer die „Fingierten Wunder“ von Wolfgang Moser diesmal versäumt hat, der hat am 18. November nochmals die Gelegenheit dazu. Denn aufgrund der starken Nachfrage bei der Ybbsiade wurde ein weiterer Termin für einen Auftritt im Babenbergerhof fixiert. „60 Karten für diese Vorstellung sind schon wieder weg“, freut sich Wolfgang Moser über die große Nachfrage in seiner Heimatstadt.

Gar nicht fingiert, aber wunderbar tiefgründig outete sich eine Österreich-Premiere, die am Donnerstag die Besucher in der Stadthalle verzauberte: Willi Resetarits & Ernst Molden gemeinsam auf der Bühne. Zu hören waren Auszüge einer Auftragsarbeit. Molden schuf Lieder zum 20-Jahr-Jubiläum des Nationalparks Donau-Auen, Musik rund um das Leben und Sterben am großen Strom: mit schwarzem Humor, Donau-Western-Blues, instrumentalen Gelsen-Invasionen und Zither-Attacken auf die Seele. Flankiert von Musikern (jeder ein Unikat) agierte das Duo als musikalische Naturvermittler – etwas Besonderes.

Die Stadthalle zum Beben brachten am Samstag Peter Cornelius und Band. Sein Programm „Zeitsprung“ führte die Besucher zurück bis in die Siebziger. Mit seinen größten Hits wie „I leb in einer Wolk’n“, „Reif für die Insel“ und „Du entschuldige, i kenn di“, aber auch neueren Songs mit Tiefgang rockte den Saal.

Ausklang mit Swing und Comedy pur

Und das Feuerwerk an Highlights geht weiter. Nach „Partnertausch“ mit dem Zauberkünstler Tricky Nicki am Dienstag folgen die Spaßvogel-Preisträger 2016 Stipsits & Rubey mit „Gott und Söhne“. Der deutsche Komiker Ingo Appelt verspricht am Donnerstag mit „Besser ... ist besser!“, dem Publikum einen Weg zu einem besseren Leben zu zeigen. Am Freitag steht Urban Priol mit „Jetzt.– schon wieder aktueller“ auf der Bühne, bevor Viktor Gernot & „His best Friends“ mit Swing am Samstag das Event ausklingen lassen.