Erstellt am 29. Januar 2016, 04:58

von Claudia Christ

Fasching: Nicht jedes Kostüm ist erlaubt. Der Höhepunkt der närrischen Zeit und des Verkleidens steht bevor. Doch nicht jedes Kostüm ist unbedenklich und erlaubt.

Völlig unbedenklich und gesetzeskonform: Wer sich im Fasching als Nonne verkleidet, kann den närrischen Spaß in vollen Zügen genießen.  |  NOEN, Stadt Melk/Gleiß

Polizist, Ärztin oder Priester zu sein: Die Faschingszeit bietet die Möglichkeit, einmal in fremde Rollen zu schlüpfen. Doch trotz aller Narrenfreiheit, auch im Fasching gibt es einige Regeln, die man bei Verkleidungen beachten sollte. So dürfen zum Beispiel echte Polizeiuniformen in der Öffentlichkeit ausschließlich von Organen des öffentlichen Sicherheitsdienstes getragen werden.

"Falschen" Polizisten droht Geldstrafe

Und wer sich als Polizist verkleidet, der darf sich natürlich nicht als solcher ausgeben und agieren. Der Verstoß stellt laut Sicherheitspolizeigesetz eine Verwaltungsübertretung dar. Als Folge droht eine Geldstrafe von bis zu 500 Euro oder eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Wochen.

„Man sollte darauf achten, dass Kostümuniformen klar als solche erkennbar sind und es keine Verwechslungsgefahr mit den Originalen gibt“, informiert Ingo Kaufmann, Vorstand der D.A.S. Rechtsschutz AG. „Gleiches gilt bei Spielzeugwaffen. Je eher eine Spielzeugwaffe einer echten ähnelt, desto eher provoziert man womöglich gefährliche Situationen und setzt sich einem Vorwurf des Verstoßes gegen das Waffengesetz aus“, so Kaufmann weiter.
Spielzeugwaffen

Diese Problematik ist auch Kriminaldienstreferent Karl Nestelberger vom Melker Bezirkspolizeikommando bekannt: „Die Spielzeugwaffen sind oftmals nicht mehr von echten zu unterscheiden.“ Dennoch gab es im Bezirk im Faschingstreiben noch keine gesetzlichen Verstöße.

Kein Vermummungsverbot bei Ganzkörperkostümen

Auch wer sich für ein Ganzkörperkostüm entscheidet, ist vom Vermummungsverbot ausgenommen. Wichtig jedoch: Wer von der Polizei kontrolliert wird, ist verpflichtet, sein Gesicht zu zeigen.