Erstellt am 17. März 2016, 05:24

Freiwillige gesucht. Für den Lerntreff in der Volksschule Melk werden Freiwillige gesucht. Geholfen wird Kindern mit nicht deutscher Muttersprache.

Beim Lerntreff in der Volksschule Melk: Monika Büchsenmeister-Wahringer (v. l.), Stefanie Putzgruber, Karin Pinka, Heide Gotsmy und Barbara Rappersberger mit den Kindern Janen Awidad und Nadia Hossaini.  |  NOEN, Stadt Melk /Gleiß

Ihre Muttersprache ist albanisch, rumänisch oder arabisch. Sie kamen mit ihren Eltern nach Österreich und leben jetzt in Melk. Seit wenigen Wochen oder schon seit einigen Jahren. Dennoch müssen sie demselben Unterricht in der Volksschule Melk folgen wie die hier aufgewachsenen Schüler.

Im September 2011 haben engagierte Freiwillige daher einen Lerntreff für ebendiese Kinder ins Leben gerufen. Seither helfen sie bei den Hausaufgaben, lesen mit den Kindern, üben Deutsch und, wenn Zeit bleibt, nützen sie diese zum Spielen. Zwei Mal in der Woche unterstützen sie die Kinder zweieinhalb Stunden lang. Professionell betreut werden die Ehrenamtlichen von Mitarbeitern des Hilfswerks Melk. Inzwischen unterstützen die Mitarbeiter des Hilfswerks schon fünf Gruppen mit insgesamt 20 ehrenamtlichen Helfern.

38 Kinder aus elf Nationen

Sie betreuen 38 Kinder aus elf verschiedenen Nationen: Armenien, Georgien, Kosovo, Libanon, Rumänien, Türkei, Tschechien, Tschetschenien, Serbien, Afghanistan und Syrien. Auch die acht Kinder von Flüchtlingsfamilien in der Neuen Mittelschule Melk sollen beim Lernen unterstützt werden. Organisatorin Doris Schlatzer vom Hilfswerk sucht deshalb weitere freiwillige Helfer. „Nicht speziell für die Neue Mittelschule“, betont sie, „sondern generell für den Lerntreff.“

Eine pädagogische Ausbildung ist für die Mithilfe nicht notwendig. „Es sollen Hausaufgaben gemacht werden – so wie mit den eigenen Kindern“, erklärt Schlatzer. Monika Büchsenmeister-Wahringer ist eine der freiwilligen Helfer. Seit zwei Jahren hilft die Immobilienmaklerin, so oft sie kann, jeweils zwei Kindern bei den Hausaufgaben. Verkaufsassistentin Barbara Rappersberger ist seit November dabei. Ihre Motivation: „Ich möchte der Gesellschaft etwas zurückgeben.“