Erstellt am 13. Mai 2016, 04:04

von Anna Faltner

Funde aus der Steinzeit. Archäologen untersuchen derzeit, ob es in der Steinzeit bereits Besiedelungen in Krummnußbaum gab. Ausschlaggebend war der Fund einer 5.500 Jahre alten Feuersteinsichel.

Archäologen erforschen derzeit die Vergangenheit Krummnußbaums: der Spezialist Ralf Totschnig bei den Magnetikmessungen am »Burgstall« in Krummnußbaum.  |  NOEN, privat

Vor Kurzem fanden in Krummnußbaum archäologisch-geophysikalische Messungen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Wien statt. Dabei wird untersucht, ob die Gemeinde bereits in der Steinzeit besiedelt war.

Die Idee dazu kam von Erwin Haselberger, der 2014 die Krummnußbaumer Ortschronik verfasst hatte. Darin analysierte er den Fund der 5.500 Jahre alten Feuersteinsichel, die Anton Faffelberger vor 52 Jahren auf der Reith bei Annastift entdeckt hatte.

Gemessen wurde in den Ortsteilen Krummnußbaum, in Wallenbach und in Annastift. „Dabei wurde geschaut, ob es schon früher eine Besiedelung in der Gemeinde gab, und welche Zeitepoche es betreffen würde“, erklärt Bürgermeister Bernhard Kerndler.

Erste Auswertungen sind „vielversprechend“

Ein besonderes Augenmerk galt der Fundstelle der Feuersteinsichel. Und genau dort wurden die Archäologen Klaus Löcker und Ralf Totschnig auch fündig. Aber nicht nur die Sichel gibt Aufschlüsse auf eine frühere Besiedelung. „Sie haben auch Tonscherben gefunden, die mindestens prähistorisch sind“, berichtet der Ortschef.

Momentan wird alles in Wien genauestens untersucht. Laut Klaus Löcker vom ZAMG sind die ersten Ergebnisse der Magnetikmessungen bereits „recht vielversprechend“.

„Wir Krummnußbaumer sind gespannt. Eines ist klar, wenn es vor 5.000 Jahren schon eine Besiedelung gab, dann ist Krummnußbaum älter als die Cheops-Pyramide“, so Kerndler.