Erstellt am 29. Dezember 2015, 05:05

von Walter Fahrnberger

Golfclub Maria Taferl unter neuer Führung. Franz Wittmann steigt nach elf Jahren aus und konzentriert sich auf Adamstal. Peter Schöller ist der neue Präsident des Clubs.

Der neue Präsident des Golfclub Maria Taferl, Peter Schöller (l.) aus Marbach, übernimmt das Amt des ehemaligen Rallyefahrers Franz Wittmann (r.), der elf Jahre an der Spitze des Vereins stand.  |  NOEN, Helmut Lackinger

Mit Jahreswechsel bekommt der Golfclub Maria Taferl eine neue Führung. Ab 1. Jänner löst der Marbacher Peter Schöller nun Franz Wittmann als Präsident des „Golfclub Maria Taferl Wachau“ ab.

Der 65-jährige Wittmann will sich verstärkt seinem Golfclub Adamstal widmen. Wittmann hat den Golfclub Maria Taferl nach einem turbulenten Start und dem baldigen Konkurs der Betreibergesellschaft im Jahr 2004 übernommen. Mit seinem Ausstieg als Präsident haben Franz Wittmann und seine Frau Rolanda auch ihre Anteile der Betreibergesellschaft Golfsport Maria Taferl GmbH & CO KG verkauft.

Peter Schöller, selbst neuer Teilgesellschafter, hat einen ausländischen Investor als Hauptgesellschafter gefunden, der mit 1. Jänner die Betreibergesellschaft übernimmt und dem Club und seinen 300 Mitgliedern Golfplatz, Clubhaus und die nötigen Hilfsmittel zur Verfügung stellt. Den Namen des Investors wollte Schöller jedoch noch nicht verraten.

Schöller ist selbst passionierter Golfspieler und freut sich schon, neben seiner Tätigkeit als Mitorganisator der jährlich stattfindenden Oldtimer Garanta Wachau Classic, auf seine neuen Aufgaben im Golfclub.

Großes Ziel bleibt die Erweiterung auf 18 Loch

Mit dem neuen Präsidenten Peter Schöller kommt es auch zu Veränderungen. So wird ab Februar eine Clubmanagerin die Funktion von Konrad Friedl übernehmen. Auch die Betreuung der Clubgaststätte wird neu besetzt. Clubsekretärin Barbara Scheer bleibt.

Besonderen Wert legt Schöller in Zukunft auf Jugendarbeit und Platzpflege. Daher wurde zur Bewässerung der Fairways und Greens vor Kurzem der neu geschlagene platzeigene Brunnen in Betrieb genommen, der das dringend benötigte Wasser ausreichend liefert. Darüber hinaus bemüht sich Schöller mit Bürgermeister Heinrich Strondl und Landtagsabgeordnetem Karl Moser um eine mögliche Erweiterung des Golfplatzes auf 18 Loch.


Interview mit Franz Wittmann

NÖN: Sie haben 2004 den Golfplatz in Maria Taferl übernommen. Warum haben Sie sich jetzt entschlossen, ihre Anteile zu verkaufen und die Präsidentschaft beim GC abzugeben?

Franz Wittmann: Ich habe bei meinem Golfplatz in Adamstal (in der Ramsau bei Hainfeld) viel zu tun und möchte die Anlage dort weiter forcieren. Immerhin ist Adamstal stets unter den zwei top Plätzen in Österreich gereiht. Für Maria Taferl hatte ich zuletzt zu wenig Zeit. Deswegen muss ich mich vor allem bei Clubmanager Konrad Friedl bedanken, der tolle Arbeit geleistet hat.

Ist es ein Vorteil, dass mit Peter Schöller nun ein Mann aus der Region den Club leitet?

Wittmann:  Ja, es gehört ein Einheimischer her. Peter steht voll dahinter. Von der Ferne geht das nicht so leicht. Ich war im Durchschnitt jährlich ca. 20 Mal am Golfplatz in Maria Taferl. Und ich werde auch sicher wiederkommen. Nicht als Präsident, sondern als Spieler bei einem Turnier.