Erstellt am 27. Mai 2016, 05:04

von Anna Faltner

Halligalli pur mit Jazz Gitti in Maria Taferl. Entertainerin „Jazz Gitti“ sprach am Samstag mit der NÖN über Gesang, Tanz, Alter und die Freude daran, zu unterhalten.

Nach dem Motto „Bewegen bringt Segen“ holte Entertainerin Jazz Gitti das Publikum von seinen Plätzen und forderte es zum Mittanzen auf.  |  NOEN, Anna Faltner

„Es mochts a Freid, ihr seids genauso deppert wie i“, zeigte sich Jazz Gitti ihrem Publikum am Samstag beim Auftritt in der Nostalgiearena verbunden. Nachdem sie kürzlich ihren Geburtstag feierte, gab sie in Maria Taferl ihr erstes Konzert mit 70. Mit einem Mix aus Klassikern wie „A Wunda“ oder „Kränk di net“ und Hits aus dem neuen Album, heizte sie dem Publikum ordentlich Feuer ein. Die NÖN traf sich vorab mit der Stimmungskanone zum Interview.

NÖN: Sie haben am 13. Mai Ihren 70. Geburtstag gefeiert. Pünktlich dazu ist am 6. Mai Ihr neues Album „Gib net auf!“ erschienen. Woher nehmen Sie den Antrieb, solche Projekte umzusetzen?
Jazz Gitti: Ich mache es ganz einfach gern und es ist mir ein Bedürfnis. Wenn man es kann, dann soll man es tun. Wenn man Lust hat, soll man es machen. Wenn man es nicht kann, muss man es eh lassen.

Worum geht es im neuen Album?
Alle meine CD’s sind Sampler. Ich schaue immer darauf, dass die Texte nicht ganz sinnlos sind, dass eine Botschaft dahinter steckt und zeige Dinge auf, die uns bewegen. Ein bisserl ein Spaß soll auch dabei sein. Wenn man 70 wird, überlegt man auch, wo die Zeit hingekommen ist. Und ‚Gib net auf!‘ ist sowieso mein Motto, auch wenn es manchmal schwerfällt.

Welche Erfahrungen haben Sie von „Dancing Stars“ mitgenommen?
Ein Junger würde sagen: ‚es war megageil‘. Es war eine schöne Zeit, die ich nicht missen möchte. Tanzen habe ich nicht gelernt, ich habe Choreografien gelernt. Ich tanze jetzt nicht besser als vorher. Es war auch promotionmäßig ein Hype. Ich habe gewusst, dass ich bekannt und beliebt bin in Österreich, aber nicht wie. Wie mich die Leute verteidigt haben, das war sehr schön und hat mich auch wirklich erheitert.

Was machen Sie als Ausgleich zum ganzen Showbiz?
Schlafen. Nein, ich habe ja ein Haus und einen Garten, zwei Hunde und eine Katze. Und natürlich, wenn ich so Gas gebe, dann brauche ich meine Erholung. Jetzt war ich vier Tage mit meinen Freundinnen in Lignano und hab mir gedacht, ich erhole mich. Aber dann haben wir wieder Halligalli gemacht. Dann habe ich ja noch drei Enkelkinder. Die wollen auch was haben von ihrer Oma. Es gibt eigentlich keinen Tag, an dem nicht irgendetwas ist.

Wie haben Sie dann Ihren Geburtstag verbracht?
Am Vormittag hatte ich eine Fernsehaufzeichnung mit meiner Tochter. Dort haben wir schon drei Gläser Sekt gesoffen. Dann bin ich heimgekommen und hab mich hingelegt. Am Abend haben wir in Korneuburg im Rathaus Café gefeiert mit Freunden. Es war eine super Feier. Alle haben sich wohlgefühlt, wir haben eine Hetz gehabt, so passt das.

Sie sind jetzt 70. Werden Sie die Bühnen weiterhin rocken?
Solange meine Stimme hält, solange ich eine gute Show bieten kann und solange es Leute gibt, die das sehen wollen, werde ich das machen.

Aber es bleibt auf jeden Fall beim Singen. Gibt’s auch ein Wiedersehen auf der Tanzbühne?
Ich werde es privat machen und gehe wieder Jazz tanzen. Das ist gut für meine Figur, das ist Bewegung. Und Tanzen macht glücklich.