Erstellt am 24. September 2015, 06:47

von Walter Fahrnberger

Hoffnung auf Sitz im Parlament ist zunichte. Der Ybbser Bürgermeister ist um die Nachfolge für das freie Mandat aus dem Rennen. Hannes Fazekas nimmt an.

Alois Schroll  |  NOEN, SPÖ

Seit der Vorwoche ist es fix. Der Ybbser Bürgermeister Alois Schroll wird definitiv nicht das freie SPÖ-Mandat im Nationalrat von Hubert Kuzdas bekommen. Das nimmt der ehemalige Schwechater Bürgermeister Hannes Fazekas, auf der Landesliste hinter Kuzdas der Nächstgereihte, an. Andernfalls wäre aber auch noch SPÖ-Frauenvorsitzende Elvira Schmidt vor Schroll gereiht gewesen.

Chancen für Schroll waren sehr gering

Auch die Pottendorferin hatte signalisiert, im Fall der Fälle den Platz im Parlament einzunehmen. Die Chancen für Schroll waren also ohnehin sehr gering. Dennoch hatten die SPÖ-Bürgermeister aus dem Bezirk noch im August mit einem Brief an Bundeskanzler Werner Faymann und SP-NÖ-Chef Matthias Stadler das Mandat für den Bezirk und somit für Schroll gefordert. Die Begründung von SPÖ-Bezirksparteiobmann Günther Sidl war, dass im gesamten Mostviertel nur eine SPÖ-Nationalratsabgeordnete tätig ist.

SPÖ nicht glücklich mit der Entscheidung

So sieht es auch Alois Schroll: „Es tut mir für die Region leid, weil wir natürlich nicht überbesetzt sind. Aber es steht jedem frei, das Mandat anzunehmen.“ In der SPÖ selbst ist man ebenso nicht glücklich mit der Entscheidung. Fazekas ist nach der Finanz-Affäre um das Veranstaltungszentrum Multiversum in Schwechat in Ungnade gefallen und 2013 auch als Bürgermeister zurückgetreten. Gegen ihn wird nach wie vor seitens des Bundesamts für Korruptionsbekämpfung ermittelt.