Kilb

Erstellt am 10. Oktober 2016, 09:06

von Claudia Stöcklöcker

Einbruchstour zu Halloween: Urteilsspruch!. Kerzenautomaten auf Friedhöfen knackten Burschen. Einen Kartoffelautomaten transportierten sie in einem Auto ab.

Symbolbild

„Alk war im Spiel“, sagt einer von drei Burschen (20 bis 22 Jahre alt) aus dem Pielachtal und dem Bezirk Lilienfeld. In der Halloween-Nacht 2015 bohrten sie Kerzenautomaten auf Friedhöfen auf.

Auch in Kartoffel-, Milch- und Zigarettenautomaten brachen die drei ein. In Kilb, Wilhelmsburg, Kirchberg, Rabenstein und Hofstetten übten sie sich als Einbrecher genauso wie in Obergrafendorf, Völtendorf, Lilienfeld und Traisen. „Einen Spanngurt haben wir an den Geldladen der Automaten und an einem Auto befestigt und sind losgefahren“, erzählt ein Angeklagter.

"Haben uns billige Handys gekauft"

Einen Kartoffelautomaten nahm das Trio mit, knackte ihn und stellte ihn dem Bauern dann wieder vor die Tür. Fette Beute machten die Einbrecher nicht. „400 Euro waren es, davon haben wir uns billige Handys gekauft“, erklärt einer. Viel höher ist der Sachschaden, rund 20.000 Euro beträgt er.

Im Kriminal übte sich der 22-Jährige bereits 2014. Treibstoff von einem Lkw zapfte er damals ab. „Weil mir der Diesel ausgegangen ist“, erklärt er. Und er baute die Blinkergläser von einem parkenden Auto aus. „Weil meine kaputt waren.“

Schmiere stand dabei seine Freundin (20). Für den 22-Jährigen setzt es 15 Monate teilbedingt, drei Monate davon muss er im Gefängnis absitzen. Die zwei anderen Burschen und die 20-Jährige kommen mit bedingten Strafen von zwei bis zehn Monaten davon. Urteile sind nicht rechtskräftig.