Erstellt am 07. Juni 2016, 04:00

von Walter Fahrnberger

Koch & Kellner sind gefragter denn je. Im Gastgewerbe werden dringend neue Kräfte gesucht. Sonst entwickelt sich der heimische Stellenmarkt sehr positiv.

Karin und Ernst Gruber-Rosenberger vom Ybbser Babenbergerhof sind stolz auf ihren Lehrling Tina Hager. Sie hat mit lauter Einsern im letzten Lehrjahr den Beruf »Koch und Kellner« abgeschlossen. Bezirksweit werden Lehrlinge in dieser Branche dringend gesucht.  |  NOEN, W. Fahrnberger

Vor sieben Jahren hat Ernst Gruber-Rosenberger den Ybbser Babenbergerhof übernommen.Und seit dieser Zeit ist er laufend auf der Suche nach Lehrlingen für den Beruf als „Koch und Kellner“. „Geeignete Kräfte sind in diesem Beruf ganz schwer zu finden“, sagt Gruber-Rosenberger.

Das beweist auch die aktuelle Arbeitslosenstatistik für den Bezirk Melk ganz deutlich. Im Hotel- und Gastgewerbe gibt es von den aktuell gemeldeten 35 offenen Lehrstellen (um 17 mehr als im Vorjahr) die meisten Angebote. „Jugendliche, die in diesem Bereich einen Ausbildungsplatz suchen, haben derzeit gute Chancen“, sagt Josef Mayer, Leiter vom Arbeitsmarktservice (AMS) in Melk.

Diese Chance hat auch Tina Hager aus Loosdorf genützt. Die 20-Jährige hat die HLW nach drei Jahren abgebrochen, um den Lehrberuf als „Koch und Kellner“ im Ybbser Babenbergerhof zu erlernen. Nun hat sie mit lauter Einsern im Abschlusszeugnis die Lehre nach vier Jahren erfolgreich absolviert.

Warum sich wenige für den Beruf interessieren, liegt laut Tina Hager an den flexiblen Arbeitszeiten. „Aber man kann im Gastro-Bereich auch gutes Geld verdienen“, meint ihr Chef Ernst Gruber-Rosenberger, der selbst unter anderem auf einem Kreuzfahrtschiff Berufserfahrung gesammelt hat.

Arbeitslosenzahl in Melk erfreulich niedrig

Insgesamt gestaltete sich der Stellenmarkt im Bezirk mit 345 gemeldeten offenen Stellen sehr positiv. Das ist ein Plus von 171 im Vergleich zum Vorjahr. Und auch hierbei ist das Hotel- und Gastgewerbe gemeinsam mit dem Metall- und Elektrobereich im Spitzenfeld bei den Handelsberufen.

Entgegen dem bundesweiten Trend ist im Bezirk Melk die Zahl der Arbeitslosen erfreulich niedrig. „Die Arbeitslosenquote lag im April bei 4,5 Prozent. Das war hinter Scheibbs der zweitbeste Wert in Niederösterreich“, betont Josef Mayer vom AMS in Melk.


AMS-Info

Zahl der Arbeitslosen:

Ende Mai waren im Bezirk Melk 1.432 Personen arbeitslos gemeldet. Das ist eine weitere Verringerung im Vergleich zum Vorjahr von 45 Vorgemerkten (3%) .

Info & Kontakt: AMS Melk, 02752/50072.