Erstellt am 09. Februar 2016, 05:03

von Raimund Bauer

Bei Amateuren auch sinnvoll. Raimund Bauer über Trainingslager im Amateurbereich.

Bei Profikickern ist die Flucht in der Wintervorbereitung in den Süden selbstverständlich. Seltenheitswert hat sie hingegen bei Amateurklubs. Zuletzt bestritt auch der Gebietsliga West-Herbstmeister ASK Ybbs sein Trainingslager auf Mallorca. Wie sinnvoll ist ein einwöchiger Aufenthalt für einen Klub aus der drittniedrigsten Klasse Österreichs?

Zum einen müssen sich die Amateurkicker mit zwei Mal am Tag Training arrangieren. Müdigkeit stellt sich bereits Mitte der Woche ein, sodass die Trainer ihr Programm meistens zurückfahren müssen. Doch im Endeffekt hat ein Trainingslager in der Fremde gleich mehrere große Nutzen: Der Zusammenhalt im Team wird nach einer Woche gestärkt. Voraussetzung:

Fast die gesamte Truppe muss mit dabei sein. Zudem entwickelt sich die Mannschaft taktisch in einer Woche weiter. Im Fall Ybbs kann es auch der mögliche Vorteil im Meisterkampf werden. Während sich die anderen Gebietsligisten mit Trainingsausfällen oder mit reinen Laufeinheiten begnügen mussten, habe die Donaustädter innerhalb von einer Woche mehr Einheiten mit dem Ball hinter sich, als andere in mehreren Wochen.

Somit macht ein Trainingslager in südlichen Ländern auch im Amateurbereich durchaus Sinn.