Erstellt am 10. November 2015, 05:02

von Walter Fahrnberger

Ein Kratzer am Melker Klinikum. Walter Fahrnberger über die Bettenreduktion im Melker Landesklinikum.

Die Pläne, dass bis Ende 2016 30 Betten abgezogen werden sollen, haben in der Belegschaft des Melker Klinikums Verunsicherung ausgelöst. 15 Bedienstete dürften mittelfristig versetzt werden. Kündigungen wird es aber keine geben. Wohin geht die Reise im Melker Landesklinikum? Das fragen sich viele der 400 Mitarbeiter.
Das Gesundheitswesen kostet viel Geld.

Da ist Effizienz gefragt. Hierbei steht Melk im „Konkurrenzkampf“ mit den nahegelegenen Kliniken St. Pölten, Amstetten, Scheibbs und Krems. Vor allem aber für das südliche Waldviertel ist das Melker Spital ein wichtiger medizinischer Nahversorger. Die meisten Patienten kommen aus dieser Region.

Bei der bevorstehenden Umstrukturierung kommt Melk mit einem Viertel der in NÖ geplanten Betten-Reduktion am schlechtesten weg. Da ist die nun ausgesprochene Standortgarantie wichtig. Alles andere sollte aber nach Investitionen von über 53 Mio. Euro ohnehin kein Thema sein. Dafür wäre ein Ärztezentrum, wie es Melk plant, das nächste schlagende Argument für eine langfristige Standortsicherung.