Erstellt am 22. September 2015, 08:09

von Walter Fahrnberger

Ein „Nein“, das trotzdem bewegt. Walter Fahrnberger über die Debatte zum Flüchtlingstransitlager Persenbeug.

Das kurze Zeit geplante Transitlager für Flüchtlinge hat Persenbeug in der Vorwoche im wahrsten Sinne des Wortes bewegt. Zahlenmäßig rund ein Fünftel der 2.200 Einwohner war bei der Diskussionsveranstaltung im Gasthof Böhm live dabei.

Und obwohl schon zu Beginn das „Nein“ zum Zwischenlager bekannt gegeben wurde, hat der Abend einiges bewirkt: Offenkundig wurde der Argwohn und die Verunsicherung mancher Bürger. Ängste bei der Unterbringung von 300 Flüchtlingen in einer kleinen Gemeinde wie Persenbeug ohne konkreten Zeithorizont sind berechtigt. Eine verabscheuende Ausdrucksweise über diese Menschen in Not jedoch mit Sicherheit nicht.

Positiv hingegen ist, dass diese Debatte eine geplante Integration von bis zu 34 Asylanten beschleunigen wird. Die Gegner sind ob der geringeren Anzahl erleichtert. Die Befürworter dürfen auf breite Unterstützung der Gemeinde hoffen. Denn dass Bürgermeister Manfred Mitmasser und Christa Kranzl öffentlich so geschlossen einer Meinung waren, hat es bislang in Persenbeug nicht gegeben.