Erstellt am 12. Januar 2016, 05:03

von Raimund Bauer

Ein Zeichen zur rechten Zeit. Raimund Bauer über die Folgen des Rücktritts von Richard Scheidl beim SC Melk.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt. So sieht im Moment die Situation beim SC Melk aus. Sportlich befindet sich der 2. Landesligist in der Spur. Der Vizeherbstmeistertitel ist dank einer gut zusammengestellten Truppe das Endresultat. Auch Richard Scheidl gab bis vor wenigen Wochen noch bekannt, auf den Titel losgehen zu wollen. Doch nun der Kurswechsel und der Rücktritt.

Gründe dafür: die finanzielle und organisatorische Situation bei den Bezirkshauptstädtern. In den letzten Jahren waren positive Bilanzzahlen nicht immer zu sehen. Im Gegenteil: Dadurch musste noch einmal das sportliche Budget gekürzt werden.

Zudem die Problematik in der Organisation. Der Vorstand bei den Melker Löwen schrumpfte in den letzten Jahren zusammen. Freiwillige, die noch unter Ex-Obmann Dominik Wedl voller Tatendrang waren, kehrten den Melkern den Rücken. Zwar wurden die Reihen in den letzten Wochen wieder aufgefüllt, doch für Scheidl kamen die Personalentscheidungen zu spät.

Ein Zeichen zu setzen, ist dem Sektionsleiter gelungen. Lieber zwei Minuten vor zwölf noch agieren, als sich in absehbarer Zeit in Richtung Abgrund zu begeben. Auch wenn es in diesem Fall mit Richard Scheidl eine schwerwiegende personelle Konsequenz gab.