Erstellt am 26. April 2016, 05:04

von Walter Fahrnberger

Falscher Ton macht schlechte Musik. Walter Fahrnberger über einen Gemeinde-Zwist mit Parallelen zur Bundesebene.

 Auch 46 Jahre nach den Gemeindezusammenlegungen sind manche Kommunen noch immer keine Einheit. In Münichreith-Laimbach duellieren sich bei Gemeinderatswahlen nach wie vor ÖVP-Parteikollegen aus den unterschiedlichen Ortsgruppen. Jetzt ist auch in der Gemeinde Dunkelsteinerwald wieder ein parteiinterner Zwist aufgeflammt. Dort steht die Volkspartei vor der Spaltung.

Der Vizebürgermeister Johann Haberl und mehrere Gemeinderatskollegen aus dem Raum Mauer drohen mit dem Austritt aus der VP. Ihnen fehlt die Bereitschaft zur Zusammenlegung der noch immer auf die Orte verteilten Gemeindeämter. Auch die Kommunikation zwischen dem Vize und Bürgermeister Franz Penz ist (einmal mehr) verbesserungswürdig.

Das birgt Parallelen zu den jetzt bei der Bundespräsidentenwahl abgestraften „Großparteien“. Auch in der Koalition ist eines der Hauptprobleme, dass (nach den nötigen Diskussionen) nicht mit einer Stimme gesprochen wird.

Und der falsche Umgangston wird rigoros bestraft. Von Hobby-Mandataren in den Gemeinden genauso wie von den den Wählern auf Bundesebene. Das wurde am Sonntag eindeutig bewiesen.