Erstellt am 24. Mai 2016, 05:04

von Walter Fahrnberger

FPÖ: Ohne Basis zum Erfolg. Walter Fahrnberger über starke Hofer-Ergebnisse in ÖVP-Gemeinden.

Österreichweit war die Bundespräsidenten-Stichwahl am Sonntag so spannend wie nie zuvor. Bei Redaktionsschluss am Montag war noch nicht bekannt, wer das höchste Amt im Staat in Zukunft bekleiden wird.

Im Bezirk Melk hat FPÖ-Kandidat Norbert Hofer hingegen das Duell mit Alexander Van der Bellen klar gewonnen. Augenscheinlich war vor allem in den ländlichen Gebieten der „Grüne“ Van der Bellen keine wählbare Alternative für die Bürger.

Hofer hingegen sehr wohl. Das wurde in den sonst so ÖVP-dominierten Waldviertel-Gemeinden im nördlichen Teil des Bezirks deutlich. Dort fehlt den Freiheitlichen traditionell jegliche Basis. Doch auch ohne einen einzigen FPÖ-Funktionär vor Ort erhielt der freiheitliche Kandidat zum Beispiel in Dorfstetten und in Münichreith-Laimbach über 70 Prozent der Stimmen.

Und wenn dort die Politikverdrossenheit weiter steigt und in Zukunft vielleicht mehr Wähler auch offen aussprechen, wenn sie bei einem FPÖ-Kandidat ein Kreuzerl gemacht haben, könnten ÖVP (und SPÖ) auch auf Gemeindeebene bald ein Problem bekommen.