Erstellt am 03. Mai 2016, 05:04

von Walter Fahrnberger

Für die härtere Zukunft gerüstet. Dass die Raiffeisenbank Region Melk – mit 79% Anteil Marktführer im Genossenschaftsgebiet – trotz bestem Betriebsergebnis fusioniert, zeigt Weitblick.

Denn am Bankensektor stehen Umbrüche an. Die Digitalisierung, strengere Auflagen und geringeres Vertrauen in den Finanzplatz Österreich belasten die Wettbewerbsfähigkeit. Bis zu 30% weniger Personal werden der Branche im nächsten Jahrzehnt prognostiziert. Dort liegen auch die Synergieeffekte der Verschmelzung zur Raiffeisenbank Mittleres Mostviertel.

Durch Umstrukturierungen können Nachbesetzungen vermieden werden. Andererseits fälliger Personalabbau wird sozial verträglich, sprich durch Pensionierung erfolgen. So soll auch die dezentrale Struktur mit den 30 Bankstellen als „Nahversorger“ erhalten bleiben. Diese Kosten erspart sich die Konkurrenz der Online-Banken.

Deshalb ist die zuletzt debattierte Einführung der Bankomatgebühr nur eine Frage der Zeit. Denn dass „fremde“ Kunden Infrastruktur anderer Banken gratis nützen, werden sich die Institute im härteren Umfeld bald nicht mehr leisten können.