Erstellt am 17. August 2016, 05:00

von Markus Glück

Auf Freiwillige aufgebaut. über die drohenden Abschiebungen von Flüchtlingen im Bezirk.

Im Spätherbst des vergangenen Jahres formierten sich, angefacht von den Fernsehbildern tausender marschierender Flüchtlinge, vielerorts Freiwilligennetzwerke, um den Flüchtlingen, die in Österreich Zuflucht suchten, zu helfen.

Knapp ein Jahr später opfern weiterhin Dutzende Freiwillige ihre Freizeit für die Integrationsarbeit. Streitigkeiten wurden ausgetragen, aber auch persönliche Beziehungen geknüpft, die vielerorts auch in Freundschaften mündeten.

Durch die aktuelle große Abschiebungswelle, die derzeit vor allem Flüchtlingen droht, die über Kroatien nach Österreich eingereist sind, fühlen sich viele in ihrer Arbeit torpediert. Dass Recht auch Recht bleiben muss, steht dabei auch für die Flüchtlingshelfer außer Frage. Ein Vorgehen nach Augenmaß wäre aber gerade in diesem Bereich sinnvoll.

Wenn Freiwillige seit Wochen ihre Freizeit opfern, Höhen und Tiefen mit den Flüchtlingen erleben, können diese nicht wieder bei neuen Asylwerbern von vorne starten. Man darf nicht vergessen: Reicht es den Freiwilligen, wankt das Asylsystem.