Erstellt am 20. Oktober 2015, 05:02

von Walter Fahrnberger

Für die Einsicht ist es nie zu spät. Walter Fahrnberger über (un)-fassbare Flüchtlingsproblematik in der Region.

Während in den Wieselburger Messehallen in den vergangenen drei Wochen fast 4.000 Flüchtlinge versorgt wurden, ohne dass die unmittelbare Umgebung davon etwas bemerkte, war zuletzt auch das geplatzte Transitlager in Persenbeug wieder in vieler Munde.

Nein, nicht weil die Notunterkunft erneut aktuell werden würde. Vielmehr blieben die verbalen Entgleisungen an dem Abend im September nachhaltig im Gespräch. Was nun zumindest mit einer Entschuldigung beim damals ebenfalls beschimpften Rotkreuz-Mitarbeiter aus Ybbs endete.

Es war nicht die erste vielversprechende Erfahrung, die der Sanitäter mit einem FPÖ’ler erlebt hatte. Nach einem Besuch im Ybbser Containerdorf, bei dem die Schicksale der 21 Syrer verdeutlicht wurden, waren schon andere kleinlaut.

Von Geldspenden über 100 Euro wöchentlich bis zu regelmäßigen Besuchen reicht die Palette demütiger Hilfsbereitschaft. Schön, denn für die Einsicht ist es nie zu spät. Möglichkeiten dazu gibt es genug. Nicht nur in Ybbs und Wieselburg, auch in Pöchlarn und Marbach kann die unfassbare Flüchtlingsproblematik wirklich erfasst werden ...