Ybbs an der Donau

Erstellt am 02. August 2016, 07:25

von Walter Fahrnberger

Ein Versuch, der gescheitert ist. Walter Fahrnberger über den Abgang der Ybbser VP-Obfrau.

Das haben sich die Mitglieder der Ybbser ÖVP wohl anders vorgestellt. Nach nicht einmal einem dreiviertel Jahr im Amt ist Obfrau Bärbel Fichtl Geschichte. Der innerparteiliche Zwist mit den Stadträten Ewald Becksteiner und Harald Ebert hat zu diesem Ende geführt. Wenig überraschend.

Weil sie zu spät den Wohnort nach Ybbs wechselte, hatte es die Psychologin nicht mehr auf die ÖVP-Liste für die Gemeinderatswahl 2015 geschafft. Ein Mandat war ihr bis 2020 daher nicht möglich. Damit waren die ganz offensichtlichen Kommunikationsprobleme vorprogrammiert – auch ohne manch eigenwilligem Alleingang von Fichtl.

Was durfte die Obfrau – die aber nicht nur Gegner in der Partei hatte – zum Beispiel aus nicht öffentlichen Sitzungen überhaupt wissen? Auch wenn andere Gründe dazu führten, mussten sich die beiden Stadträte auch den Vorwurf gefallen lassen, nur den honorierten Stadtrat-Job, nicht aber die ehrenamtliche Parteiführung auszuüben. Das hat es davor noch nicht gegeben. Und das wird es auch so schnell nicht mehr geben.