Erstellt am 25. April 2017, 01:27

von Markus Glück

Es fehlt der Mut zur Entscheidung. Markus Glück über die Debatte um den Dollfuß-Platz in Mank.

Mank ist die letzte Gemeinde in Österreich, die mit dem Dollfuß-Platz das Andenken an den Austrofaschisten im öffentlichen Raum hochhält. Dabei führte die umstrittene Person Dollfuß bereits 2012 zu hitzigen Diskussionen im Gemeinderat. Jetzt brachte SP-Stadtrat Anton Hikade das Thema abermals aufs Tapet: Er forderte mit einem Antrag die Umbenennung des Platzes. Die ÖVP blockte den Antrag jedoch ab: Sie wolle „zur eigenen Geschichte stehen“, immerhin gibt es einen Grund für die Benennung.

Nicht erst seit der letzten Gemeinderatssitzung vermisst man beim sonst so eloquenten VP-Stadtchef Martin Leonhardsberger und seiner Partei einen konkreten Ansatz, wie mit dem Thema umgegangen werden soll. Mit einem Dollfuß-Platz weist man jedoch weniger auf die eigene Geschichte hin, als dass man dem Austrofaschisten ein Denkmal setzt. Es braucht endlich den Mut, das heiße Eisen Dollfuß-Platz anzugreifen – und es auch zu lösen. Die Politik sollte hier besser klare Entscheidungen treffen – so wie es andere Städte in Österreich längst getan haben.