Erstellt am 26. Juli 2016, 05:00

von Walter Fahrnberger

Kirchturmdenken in Reinkultur. Walter Fahrnberger über die Rücktrittswelle in der ÖVP Dunkelsteinerwald.

Paukenschlag in der Gemeinde Dunkelsteinerwald. In der Vorwoche ist Vizebürgermeister Johann Haberl mit acht VP-Gemeinderäten zurückgetreten. Die ÖVP-Mandatare aus den Ortsteilen Mauer und Gerolding haben somit ihre angekündigte Drohung wahr gemacht. Auch 46 Jahre nach dem Zusammenschluss von Gansbach, Gerolding, Kicking und Mauer zur Gemeinde Dunkelsteinerwald im Jahre 1970 ist es nicht gelungen, eine Einheit zu bilden.

Dass es dort immer noch drei Gemeindeämter gibt (Gerolding, Gansbach und Mauer) beweist dies deutlich. Zuletzt wurde wieder heftig um die Postpartnerstelle gestritten. Die wollte VP-Bürgermeister Franz Penz in seiner Heimat Gansbach erhalten. Haberl & Co hätten sie lieber in Gerolding gesehen. Die Gesprächskultur dabei wurde als „erschreckend“ bezeichnet. „Diktatorisch“ meinten die Penz-Gegner. Ruhmesblatt ist dieser Abgang für keine der beiden Seiten in der ÖVP.

Jetzt ein Team für den Neustart zu finden, wird schwierig. Ob dieser aber überhaupt unter Bürgermeister Penz gelingen kann, ist mehr als fraglich.