Erstellt am 09. Januar 2018, 05:00

von Markus Glück

Lerneffekt beim Kontrahenten. Markus Glück über den Wahlkampf im Bezirk Melk.

Beim ersten NÖN-Doppelinterview zur Landtagswahl prallten mit FP-Spitzenkandidat Martin Huber und Grünen-Kandidatin Bettina Schneck zwei Welten aufeinander. Bei der Bezirks-FPÖ setzt man – wie die Landespartei – auf die bewährten Themen Flüchtlinge und Heimat. Bewährte Taktik dabei ist die Provokation: Dass in Ybbs keine Ghettobildung, wie in den Vororten von Paris oder Brüssel, zu finden ist, weiß auch Huber. Er weiß aber auch, dass darüber diskutiert und seine Aussagen Gegenwind erzeugen werden. In der Rolle als „Agent Provocateur“ gefällt sich Huber. Die Inhalte und richtigen Lösungsansätze für Probleme des Bezirks, etwa beim Thema Arbeitsplätze oder Wohnen, bleibt die FPÖ derzeit aber schuldig.

Während die FPÖ aktuell nur mit Überschriften im Bezirk punkten will, haben die Grünen ein anderes Problem: Der Stachel nach den Verlusten bei der Nationalratswahl im Bezirk sitzt tief. Schneck hat zwar zweifelsohne gute Ideen, an der Verkaufspolitik müssen die Grünen aber noch arbeiten. Genau da könnten die Grünen von den Bezirks-Blauen noch lernen.