Erstellt am 11. Oktober 2016, 05:00

von Raimund Bauer

Lieber ein Ende mit Schrecken. Raimund Bauer über die Suspendierung von Markus Gruber beim ASK Ybbs.

Nach gut einem Jahr und einem Meistertitel ist die Zeit von Markus Gruber beim ASK Ybbs schon wieder vorbei. Seit vergangenem Montag ist der Stürmer vom Verein freigestellt. Eine Entscheidung, die vorerst überrascht, dennoch eine Vorgeschichte hat.

Bereits im Sommer, nach dem ersten Testspiel gegen Krems, kam es zu unterschiedlichen Auffassungen zwischen Gruber und Neo-Coach Martin Parb. Vor allem sah der Angreifer nicht ein, dass er zur Pause in einem Testspiel vom Platz genommen wurde. Zwar folgte ein klärendes Gespräch, doch der 24-Jährige machte in den letzten Wochen auch kein Hehl daraus, welch negative Meinung er über den Trainer hat und strebte sogar den Wechsel im Winter an.

Das Argument, dass der Coach nicht auf Gruber setzte, ist beim Blick auf die Einsatzstatistik nicht nachzuvollziehen. Gruber begann in allen sieben Partien und steuerte mehrere Vorlagen bei. Ein Trainer wird auch nicht eines seiner besten Rennpferde im Stall belassen. Das Gerücht, wonach Gruber am Vorabend vor dem Wieselburg-Spiel unterwegs war, war nicht der Grund für den Rausschmiss, sondern das Meutern des Spielers hinter dem Rücken des Trainers. Daher im Sinne des Teamgefüges: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.