Erstellt am 26. Juli 2016, 05:00

von Raimund Bauer

Nach Rückschlag wieder obenauf. Raimund Bauer über die Willenskraft von RollstuhltennisAkteur Josef Riegler.

Zum dritten Mal den Staatsmeistertitel gesichert. Der Texingtaler Josef Riegler schrieb Rollstuhltennis-Geschichte. Zum dritten Mal in Folge darf sich der Tennisakteur also die Staatsmeisterschaftsmedaille im Einzel umhängen. Der 41-Jährige hatte aber im letzten Jahr nicht immer viel zu lachen.

Das große Ziel, die Paralympischen Spiele in Rio, verpasste der Akteur des UTC Texingtal. Der Grund: Eine Ellbogenverletzung machte es dem Rollstuhltennisspieler unmöglich, sich in der Weltrangliste zu verbessern. Die besten 34 Spieler der Welt qualifizieren sich fix für die Spiele in Rio. Josef Riegler rangiert in Moment auf Platz 72. Im Jahr 2014 lag der Texingtaler bereits auf dem 38. Platz.

Die Verletzung warf Riegler jedoch weit zurück. Doch nun hat der ehemalige Top-40-Spieler wieder seine Form gefunden. Die Verletzung ist ausgeheilt und bei den Staatsmeisterschaften setzte er sich sogar gegen zwei Kontrahenten durch, die in Rio de Janeiro am Start sein werden. Außerdem gelang ihm der Sieg im Doppel mit Nico Langmann und damit der erste Doppelstaatsmeistertitel.

Trotz der verpassten Qualifikation für die Paralympischen Spiele raffte sich Josef Riegler wieder auf. Der Texingtaler ist somit auch ein Vorbild für alle nicht körperlich beinträchtigen Sportler.