Erstellt am 04. April 2017, 04:00

von Jutta Streimelweger

Neuer Ärger um Burkini-Verbot. Jutta Streimelweger über die Burkini-Diskussion in Melk.

Schon wieder ist die Diskussion um den Burkini im Wachaubad entflammt: Still und heimlich sollte die Badeordnung geändert werden – samt explizitem Verbot von Ganzkörperanzügen.

Doch Grünen-Stadtrat Emmerich Weiderbauer machte dem Badverantwortlichen Jürgen Eder (SP) einen Strich durch die Rechnung, weil er just zu diesem Thema im Gemeinderat eine Diskussion vom Zaun brach. In der Arbeitsgruppe hatten sich die Teilnehmer eigentlich zuvor auf eine Version ohne direktes „Burkini-Verbot“ geeinigt. Nun ist es erst recht drinnen und Weiderbauer enttäuscht. Eder kontert: Eine klare Positionierung war notwendig, rein der Verweis auf hygienische und gefahrlose Badekleidung sei nicht genug.

Komisch. In St. Pölten und Krems ist der Burkini, solange das Material der normalen Badekleidung entspricht, erlaubt. Im Tullner Gemeinderat gibt es sogar einen Beschluss für den Burkini. Da stellt sich die Frage, ob Melk mit dem nunmehr fixierten Verbot auf den populistischen Zug aufspringt? Letzten Sommer hat sich die Stadt dort ja schon einen Platz reserviert.