Erstellt am 28. Juni 2016, 04:50

von Walter Fahrnberger

Verunsicherung im Klinikum. Walter Fahrnberger über die Personalreduktion im Spital und mögliche Folgen.

Seit der Ankündigung im Vorjahr, dass im Landesklinikum Melk 30 Betten gesperrt werden, herrscht Verunsicherung in der Belegschaft. Nachdem sich das Personal mit der Entscheidung und der damit verbundenen Leistungsverdichtung auf den anderen Stationen abgefunden hatte, kam jetzt die nächste Hiobsbotschaft: Sämtliche 11,5 Dienstposten der geschlossenen Station 3 werden gestrichen.

Dabei wird die Arbeit nicht weniger, sondern zum Großteil nur verlagert. Auch wenn definitiv niemand gekündigt wird, haben Mitarbeiter des Klinikums Angst um ihren Job. Natürlich muss die Holding im kostenintensiven Gesundheitswesen mögliche Sparpotenziale heben.

Die Gefahr ist jedoch groß, dass am falschen Platz gespart wird. Denn das Klinikum Melk gilt landesweit schon als eines der günstigsten Häuser und besticht stets mit tollen Ergebnissen bei der Patientenbefragung.

Und so wie das Personal auf die Patienten achtet, sollte die Holding auf das Personal achten. Denn da hat Melk einen besonders guten Ruf zu verlieren. Ändert sich das, wären die Patienten die wahren Leidtragenden der Misere.