Erstellt am 01. Dezember 2015, 05:03

von Walter Fahrnberger

Noch zu viele Fragen offen. Walter Fahrnberger über die Gratwanderung beim Melker Budget 2016.

Die Erstellung des Budgetvoranschlages für 2016 wird in Melk ein Tanz auf der Rasierklinge. Das Ziel eines ausgeglichenen Budgets schaffen Finanzstadtrat und Bürgermeister vor allem mit Ausgabenkürzungen.

Viele dieser Einsparungspotenziale wurden bereits im Projekt „Stadt Melk hat Zukunft“ unter Einbindung der Bevölkerung evaluiert. Beschlossen und ausdiskutiert sind jedoch nur die wenigsten. So bleiben heikle Fragen offen.

Wie stark kann und wird die Gemeinde die Förderung der Wachaukultur (zuletzt 120.000 Euro jährlich) beschneiden, ohne den Sommerspiele-Standort ernsthaft zu gefährden? Werden nun, wie die ÖVP fordert, verstärkt Ehrenamtliche in Einrichtungen der Stadt eingesetzt? Oder setzt sich der Vorschlag der Grünen durch, die Bezüge der Mandatare entscheidend zu reduzieren?

Viele dieser Fragen müssen bei der Budgetsitzung am 10. Dezember zumindest teilweise beantwortet werden. Dass die Stadtregierung bis dahin auf einen gemeinsamen Nenner kommt, darf nach den monatelangen Diskussionen aber schon jetzt bezweifelt werden.