Erstellt am 14. Juni 2016, 05:00

von Walter Fahrnberger

Polemik hilft den Bauern wenig. Walter Fahrnberger über Probleme der Bauern und wie damit umgegangen wird.

Die heimischen Landwirte kämpfen um ihre Existenz. Der Milchpreis ist mittlerweile auf unter 25 Cent pro Liter gefallen. 

Rinder- und Schweinebauern müssen sich gegen ausländische Konkurrenz durchsetzen, die aufgrund von weniger strengen Richtlinien billiger produzieren können. Deshalb kann nicht oft genug auf die hohe Qualität der heimischen Produkte hingewiesen werden.

In der aktuellen „Woche der Landwirtschaft“ fordern die Funktionäre daher die Produktkennzeichnung in Mensen und Gasthäusern. Bewusstseinsbildung bei den Konsumenten ist ebenso wichtig wie sachliche Information für die Bauern über die Freihandelsabkommen CETA und TTIP.

Deshalb war die Diskussionsrunde in Marbach eine gute Idee. Doch anstatt Ängste zu nehmen, wurden sie dort mehrmals auch weiter geschürt. Die Diskussion dauerte zwar über fünf (!) Stunden, ging aber zu oft am Thema vorbei und war an Polemik kaum zu überbieten.

Die Politik muss sich ändern. Das wurde zuletzt stets mit Recht proklamiert. Ein guter Grund, auch an der Basis gleich damit anzufangen.