Erstellt am 29. September 2015, 08:14

von Raimund Bauer

Schritt zurück, zwei nach vorne. Raimund Bauer über den „Wipfelbeisser“-Dirtrun in Leiben.

Durch einen kalten Bach durchstapfen. Sich durch den Schlamm robbend fortbewegen. Waldpassagen laufend durchqueren. Auf den ersten Blick erinnert dies vielleicht an eine Gefechtsübung beim Bundesheer. Doch dies alles gab es beim vierten „Wipfelbeisser“-Dirtrun. Und der Ansturm auf die besondere Ausdauerveranstaltung hat auch bei der vierten Auflage nicht nachgelassen. Dabei gingen die Veranstalter einen Schritt zurück.

Unter dem Motto „reduced2dirt“ wurde auf jeglichen Schabernack rund um die Laufveranstaltung verzichtet. Vorbei die Zeiten, bei denen am Abend Bands für Livemusik sorgten. Vorbei die Zeiten, als über 1.000 Teilnehmer die Strecke säumten. Die Grenze der Anmeldungen lag strikt bei 900, ansonsten wäre die Organisation zu schwierig gewesen. Auch der neue Termin im Herbst war eine Änderung zu den drei „Wipfelbeissern“ zuvor, die allesamt im Frühjahr stattfanden. Die nackten Zahlen zeigen zwar einen Rückgang an Startern, doch das ist nur die Oberfläche.

In Wahrheit haben die Veranstalter an Qualität gewonnen. Bei der Anmeldung musste nicht stundenlang gewartet werden. Die Läufer hatten ausreichend Platz. Das Versprechen auf Qualität zu achten, wurde eingehalten. Daher war der Schritt zurück: zwei nach vorne.