Erstellt am 19. Januar 2016, 05:03

von Elisabeth Schuster

Trübe Aussichten für Bahnfahrer. Elisabeth Schuster über die Auswirkungen des neuen ÖBB-Fahrplans.

Früher war alles besser. Zumindest, wenn es um den Fahrplan der ÖBB geht. Der Start des neuen Plans im Dezember brachte für viele Pendler keine Verbesserungen. Im Gegenteil: Lange Wartezeiten und übervolle Waggons stehen seitdem auf dem Programm. Mit der Barrierefreiheit gibt es ebenso Probleme.

Während die Säusensteiner und Krummnußbaumer Kinder für ihren Schulweg nach Melk und zurück überdimensional lange brauchen, wird für andere schon das Einsteigen zur Hürde: Das Fehlen von Niederflurzügen macht das Alleinreisen für körperlich eingeschränkte Personen fast unmöglich. Die Barrierefreiheit ist nicht gegeben. Darüber hinaus sind die Züge oft heillos überfüllt. Keine leichte Zeit dürfte das für die Schaffner sein. Denn die Beschwerden der Kunden gelangen zu allererst an die Zugbegleiter.

Wer sich im neuen Jahr vorgenommen hat, mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren, könnte diesen Neujahrsvorsatz schnell verwerfen müssen. Denn bei diesen Aussichten fällt es schwer, das Auto nicht in Anspruch nehmen zu müssen.