Erstellt am 11. April 2017, 05:00

von Raimund Bauer

Umbruch in zwei Akten. Raimund Bauer über den freien Fall des UVF Melk.

Jetzt ist es fix. Der UVF Melk, über mehrere Jahre das Flaggschiff im Damenvolleyball im Bezirk Melk, muss den Gang in die Landesliga antreten. Somit ist der Verein von der 1. Bundesliga innerhalb von einem Jahr in die Landesliga durchgereicht worden. Die Gründe?

Nach dem Abstieg aus der höchsten Liga verließen zahlreiche Stammspielerinnen den Klub. Einzig ein Quartett aus der Bundesligazeit blieb Werner Simoner erhalten, halfen aber die meiste Zeit bei den Spielen nur aus. Den Kern bildete die aus der 2. Landesliga aufgestiegene junge Truppe.

Bereits im Sommer standen die Melker vor dem Scheideweg: 2. Bundesliga oder Landesliga. Die Verantwortlichen entschieden sich mit der jungen Truppe die 2. Bundesliga in Angriff zu nehmen und das Team aus der Landesliga zurückzuziehen. Ein kluger Schachzug? Im Nachhinein nicht. Zwar hat die Mannschaft nun Bundesliga-Erfahrung sammeln können, doch in den meisten Spielen hat die Qualität nicht gereicht.

Der erste Umbruch stand im letzten Sommer an, nun folgt der nächste Umbruch. Zu hoffen bleibt, dass nicht wieder zahlreiche Spielerinnen abgehen. Denn mit Ybbs ist der derzeit einzige 2. Bundesligist nicht weit entfernt.