Erstellt am 12. Januar 2016, 05:03

von Walter Fahrnberger

Wann ist die Grenze erreicht?. Walter Fahrnberger über leere Flüchtlingsquartiere im Bezirk.

Betrachtet man ausschließlich die Situation im Bezirk, könnte man denken, dass die Flüchtlings-Problematik hierzulande gar keine mehr ist. Das Transitlager in Bischofstetten steht vor der Schließung, weil seit Ende November die Notunterkunft nicht mehr benötigt wurde. Aufgrund der aktuellen Flüchtlingsroute ist das noch einleuchtend.

Weniger logisch ist aber, dass das vor Weihnachten am Sportplatz vom Stift Melk errichtete Containerdorf für Asylanten bis Montagfrüh leer stand. Und auch beim Ybbser Roten Kreuz ist ein Container frei geworden, weil einige Asylwerber schon einen positiven Bescheid erhalten haben. Die Nachbesetzung lässt auf sich warten, obwohl in Wien bis zu 5.000 Flüchtlinge in Notquartieren festsitzen.

Sind die Behörden überfordert, oder werden die Flüchtlinge gar zum Spielball der Politik? Während die Hilfsorganisationen nämlich erklären, dass der 2016 erwartet stärker werdende Flüchtlingsstrom bewältigbar ist, sehen Vertreter von Bund und Land die Obergrenzen bald erreicht. Diese Disharmonie wird nun scheinbar auch bei der Organisation offenkundig.