Erstellt am 02. Dezember 2015, 15:03

von Walter Fahrnberger

Kommt Asylquartier im Stadtzentrum?. Der „Goldene Ochs“ in der Linzerstraße in Melk steht als befristete Unterkunft für 30 Asylwerber zur Debatte.

Die ehemalige Pension »Goldener Ochs« in der Linzerstraße könnte bald ein Grundversorgungsquartier für Asylanten werden.  |  NOEN, wf

Nachdem in der Vorwoche das Containerdorf am Stiftsareal für 30 Asylwerber fixiert wurde, könnte in Melk bald ein weiteres Grundversorgungsquartier entstehen. Unternehmer Johann Vonwald hat mit seiner „K & V Plan- und Baumanagement GmbH“ gemeinsam mit Stefan Schrittwiesers „P & F Real GmbH“ einen Teil der Pension „Goldener Ochs“ in der Linzerstraße erworben.

Langfristig neue Eigentumswohnungen geplant

„Langfristig sollen dort hochwertige Eigentumswohnungen für Melk entstehen“, betont Vonwald. In der Projektentwicklungsphase könnten aber vorübergehend 30 Asylwerber beherbergt werden. „Es wäre eine Möglichkeit, zeitlich befristet zu helfen“, so Vonwald. Mit Caritas und Volkshilfe wurde schon über eine mögliche Betreuung gesprochen.

Prinzipiell hat auch Bürgermeister Thomas Widrich (VP) nichts gegen dieses Vorhaben einzuwenden – das kann die Stadtgemeinde auch gar nicht.

"Möglichkeit zeitlich befristet zu helfen"

Dennoch hofft der Bürgermeister, dass sich die Zahl reduzieren wird. „Neben dieser organisierten Unterbringung gibt es auch Private, die vereinzelt Asylquartiere anbieten. Und ich denke, dass für eine gute Integration nicht zu viele auf einmal kommen sollten“, so Widrich. Denn immerhin erfüllt Melk mit zwei Prozent bereits die Quote.

Am 7. Dezember hat der Bürgermeister gemeinsam mit Emmerich Weiderbauer (Grüne) ein Gespräch mit der Caritas in dieser Causa geplant.