Erstellt am 21. Oktober 2015, 05:02

von NÖN Redaktion

Klimaschutz: Die Walnuss verbindet. Die Nuss sorgte im Rahmen eines Projektes für den Wissensaustausch zwischen der Klimabündnis-Gemeinde Krummnußbaum und dem afrikanischen Senegal.

Bernhard Donabauer begutachtet mit Abdourahmane Guèye (l.) und Ismael Ndao, Brigitte Drabeck (Klimabündnis), Bürgermeister Bernhard Kerndler den Ackerboden.  |  NOEN, Klimabündnis

Die Nuss und Krummnußbaum verbindet eine Erfolgsgeschichte. Das Nussfest Anfang Oktober lockte dieses Jahr rund 9.000 Besucher in den Ort. Das Symbol der Gemeinde wird auch erfolgreich in Form von Likör, Nussschokolade oder bald auch als Tinktur vermarktet.

Nun besuchten Ismael Ndao und Abdourahmane Guéye aus dem Senegal die Nussgemeinde und berichteten über die verheerenden Auswirkungen des jahrzehntelangen Anbaus von Erdnüssen und den Klimawandel in ihrem Land.

„Heute sind es nicht mehr die Erdnüsse, sondern der Anbau von Zuckerrohr oder Mais für Agrotreibstoffe, die dann bei euch in Europa getankt werden. Ausländische Investoren eignen sich Land – oft auch gewaltsam – für deren Anbau an. Die Bauern verlieren ihr Land und bekommen bestenfalls einen Job als Arbeiter in der Fabrik. Mit einem durchschnittlichen Monatslohn von 44 Euro ist es aber unmöglich, die Familie zu ernähren“, berichtet Ismael Ndao.

Hilfe für die Landwirtschaft im Senegal

Mit finanzieller Unterstützung der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit und der steirischen Diözese wird die lokale Landwirtschaft im Senegal auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet. Angepasstes Saatgut und Erosionsschutzmaßnahmen sollen dabei helfen. Senegal gehört zu den 15 afrikanischen Ländern, die vom Klimawandel stark betroffen sind.

Zum Abschluss des Treffens besuchten Gemeindevertreter und ihre Gäste den Landwirten Bernhard Donabauer im Dunkelsteinerwald. Seit vielen Jahren betreibt dieser auf seinen Feldern pfluglosen Ackerbau und baut Weizen, Raps oder Soja an. Den Boden bestellt er nachhaltig.