Erstellt am 15. Dezember 2015, 04:48

Kult-Disco „Loch Ness“ taucht für immer unter. Das bekannte Lokal in Kendl stellt nach über 30 Jahren den Betrieb ein. Eine Wiedereröffnung scheint ausgeschlossen.

 |  NOEN, zVg
Der jahrzehntelange Treffpunkt für Jung und Alt, das „Loch Ness“ in der Gemeinde Bergland, macht alle Luken dicht – das Ungeheuer „Nessie“ taucht endgültig unter – das Lokal sperrt zu. Am Freitag lud die Disco zu ihrer letzten Party ein.

Der langjährige Geschäftsführer Peter Riel jun. fasste nach über 30 Jahren Betrieb eine für ihn schwere Entscheidung und macht nun sein geliebtes Lokal zu. 1984 eröffnete Riel mit seinen damaligen jungen 20 Jahren ein kleines Pub im Dorf Kendl in der Gemeinde Bergland.

Ein Treffpunkt für Generationen

Der Name „Loch Ness“ war vor allem bei den Jugendlichen aus der Umgebung bald bekannt. Über drei Jahrzehnte hinweg entwickelte sich der Club zu einem Treffpunkt der Generationen. „Wir hatten immer ein sehr gemischtes Publikum“, erklärte Geschäftsführer Peter Riel.

Vor allem in der festivalarmen Zeit von Herbst bis Frühjahr war die Disco gut besucht. Die Lage des Kult Lokals im kleinen Dorf Kendl war für viele Bewohner der Gemeinde Petzenkirchen und Bergland ideal für das eine oder andere gemeinsame abendliche Getränk.

Gründe für Schließung bleiben ungeklärt

Dennoch sperrt das Lokal nun zu. Die Gründe dafür möchte Riel gegenüber der NÖN Melk allerdings nicht genau preisgeben: „Mich haben einige Gründe dazu gedrängt“, hielt sich dieser bedeckt. Diese dürften laut Riel aber im privaten Bereich liegen und keine geschäftlichen Hintergründe haben. „Wir hatten zwar unsere Ups und Downs, doch ich wäre in die kommende Saison wieder mit sehr viel Zuversicht gestartet“, fügt der langjährige Geschäftsführer hinzu.

Fakt ist, dass es das „Pub für außergewöhnlichen und ungewöhnlichen Geschmack“, wie es auf der eigenen Homepage selbst beschrieben wird, nicht mehr geben wird. Eine Übergabe an einen neuen Pächter oder eine Wiedereröffnung hält Riel auch für ausgeschlossen.

Nachricht kommt überraschend

Für viele Stammgäste aus der Region kommt diese Nachricht sehr überraschend. Am meisten betroffen wird allerdings der Geschäftsführer selbst sein. Nach über 30 Jahren Betrieb ist das „Loch Ness“ für Peter Riel wohl zum Lebenswerk geworden.