Erstellt am 10. November 2015, 05:02

Ein Tag für das Geschichtsbuch. Landeshauptmann Pröll gab Startschuss für die Gesamtrenovierung des Schlosses.

Am Freitag erfolgte der Spatenstich für Restaurierungsarbeiten am Schloss Pöggstall (v. l.): Kurt Farasin, Leiter der NÖ Landesausstellung, Vizebürgermeister Anton Eder, Landtagsabgeordneter Karl Moser, Bürgermeisterin Margit Straßhofer, Landeshauptmann Erwin Pröll, Landeskonservator Dr. Hermann Fuchsberger, Generalplane, Stefan Wedl und der geschäftsführende Gemeinderat Gottfried Röster.  |  NOEN, Friedrich Reiner
Über 280.000 Besucher zählte die vergangene Landesausstellung „ÖTSCHER: REICH – die Alpen und wir“, die nach einem halben Jahr am 1. November schließlich ihre Pforten schloss. Doch nach der Landesausstellung ist allerdings auch vor der Landesausstellung.

Und die wird 2017 in Pöggstall stattfinden. Der offizielle Startschuss für die Baumaßnahmen dazu erfolgte am Freitag durch Landeshauptmann Erwin Pröll persönlich mit dem Spatenstich im Schloss Pöggstall.

"Geschichtliches Ereignis für Pöggstall"

„Das ist ein geschichtsträchtiges Ereignis für Pöggstall“, war Bürgermeisterin Margit Straßhofer überglücklich. Mit einer Urkunde, die im Schloss vergraben wird, wurde dieser Startschuss auch besiegelt. Gleichzeitig hat man in Pöggstall die Intensivphase der letzten 511 Tage bis zur Eröffnung der Landesausstellung im März 2017 eingeläutet.

Ziel ist es, Pöggstall und Umgebung bestens zu präsentieren. Pröll betonte, dass man mit der Landesausstellung eine intensive Darstellung der wunderschönen Eigenheiten dieser Region weit über das Land hinaus darstellen wolle. Dass Pöggstall als Region mit den meisten Sonnenstunden bekannt ist, zeigte sich auch bei der Spatenstichfeier, die bei tollem Herbstwetter stattfand.

Im Mittelpunkt der Landesausstellung 2017 wird das Schloss Pöggstall stehen. Neun Millionen Euro werden in die Restaurierung und den Umbau zur Erhaltung des historischen Baujuwels investiert. Zudem sollen Investitionen die Regionalentwicklung im südlichen Waldviertel fördern, die regionale Wertschöpfung steigern und Arbeitsplätze sichern, meinte Pröll. „Jeder, auch in der Bevölkerung, kann einen Teil dazu beitragen“, so Pröll.

Auch international anerkannt 

Für die baulichen Maßnahmen im Schloss wurde in Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt eine Bestandsaufnahme durchgeführt. Diese Voruntersuchungen führten zu einzigartigen Neuentdeckungen: Eine original erhaltene holzvertäfelte gotische Stube sowie eine vermauerte gotische Halle kamen zum Vorschein.

Da die NÖ Landesausstellung auch bereits international eine anerkannte Marke ist, kann und soll die gesamte Region sowie das Land langfristig davon profitieren. Ab dem Start der Landesausstellung im März 2017 soll es so weit sein.


Infos & Fakten

Pöggstall erhielt nach zwei erfolglosen Bewerbungen (2001 und 2009) im April des Vorjahres den Zuschlag für die Landesausstellung 2017.

Unter dem Arbeitstitel „Alles was (R)echt ist“ wird der Weg der Rechtswerdung bzw. Rechtsprechung auf rund 1.000 m2 dargestellt werden.