Melk

Erstellt am 13. Juli 2017, 05:55

von Markus Glück

Erstmals wird Konvikthof saniert. Neben Rückzugsort für Geistliche wird auch an Begegnungszone gearbeitet. Neugestaltung bei Restaurant fertig.

Nach den Umbauarbeiten erstrahlt der Bereich vor dem Stifts-Restaurant in neuem Glanz. In den nächsten Wochen erfolgt die Installation des Brunnens.  |  NOEN, Markus Glück

Während die Restaurierung des Nordturms zügig voranschreitet, konnte die Neugestaltung des Bereiches rund um das Stifts-Restaurant abgeschlossen werden. In den nächsten Wochen wird dann noch die Installation des neuen Brunnens folgen, auch wenige Blumentröge fehlen noch für ein stimmiges Gesamtbild für die rund 500.000 Touristen, die jährlich das Benediktinerstift besuchen. „Dann ist die Umgestaltung endgültig abgeschlossen“, zeigt sich Pater Martin Rotheneder mit dem Abschluss der Arbeiten zufrieden.

Es wäre aber nicht das Stift, wenn dafür nicht wieder andernorts eine Baustelle eröffnet wird. So soll in den nächsten Wochen und Monaten die Umgestaltung beim großen Platz vor der neuen Liftanlage beim Parkplatz erfolgen. Für ein besseres Aussteigen der Bus-Touristen wird eine Art Begegnungszone geschaffen, für die Barrierefreiheit wird am Weg zum Aufzug eine Stufe beim Gehsteig entfernt. „Die Arbeiten sind wichtig, um eine bessere Situation für Busse und die Gäste beim Ein- und Aussteigen zu schaffen“, erklärt Pater Martin die Notwendigkeit der Arbeiten.

Eckpfeiler des Weltkulturerbes

Mit Hochdruck gearbeitet wird auch an der Renovierung des Konvikthofes, der nur den Geistlichen zur Verfügung steht. Seit der Barockzeit hat der Hof noch keine Restaurierung erfahren. „Wo kein Schaden ist, kann der alte Putz aus der Barockzeit bleiben“, so der Pater. Im kommenden Jahr wird dann der zweite Teil des Konvikthofes restauriert.

Warten heißt es auch bei der Restaurierung der Stiftsbibliothek. Die Planungen laufen bereits seit fast zwei Jahren. Frühestens rechnen die Stift-Verantwortlichen mit einem Start in den nächsten ein bis zwei Jahren. Die Bauzeit wird mit zehn Jahren kalkuliert. „Wann wir dann wirklich starten können, ist auch eine Frage des Budgets“, so Pater Martin Rotheneder.

Wie weit das Land NÖ dieses Vorhaben fördern wird, ist noch offen, fix ist aber, dass für die Sanierungsarbeiten im Jahr 2017 das Land 680.000 Euro beisteuert. „Das Stift ist ein barockes Baujuwel von weit über unsere Grenzen reichender Bedeutung. Aus touristischer Sicht ist es wichtig, das Barockjuwel als Eckpfeiler des Weltkulturerbes zu erhalten“, so VP-Landeshauptfrau Johann Mikl-Leitner.