Erstellt am 12. Oktober 2015, 11:31

von Jürgen Scheuchelbauer und Walter Fahrnberger

Melk rüstet sich für den Ernstfall. Am 23. und 24. Oktober errichtet die Stadtgemeinde Melk den gesamten Hochwasserschutz entlang der B1.

Bürgermeister Thomas Widrich, Katastrophenschutzexperte Andreas Schwammeis, Herwig Türk und Zivilschutzbeauftragter Patrick Strobl bereiten sich auf die Hochwasserschutzübung vor.  |  NOEN, Fahrnberger

Das erste Mal wird am 23. und 24. Oktober im Rahmen einer Hochwasserschutzübung in Melk der gesamte 550 Meter lange Schutzdamm entlang der B1 an der Donaulände aufgebaut. Eine solche Übung ist alle fünf Jahre vorgeschrieben.

Sinn und Zweck ist es, die Dauer des Aufbaues sowie die günstigsten Zufahrtsmöglichkeiten der Einsatzfahrzeuge zu ermitteln, um für den Ernstfall gerüstet zu sein.

200 Einsatzkräfte beteiligt

Insgesamt werden bis zu 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, der Polizei, des Roten Kreuzes, des Bundesheeres und des Wirtschaftshofes beteiligt sein. Die Funktion der Einsatzleitung übernimmt Bürgermeister Thomas Widrich. Unterstützt wird dieser durch einen speziellen Einsatzstab der Gemeinde, welcher den Ablauf der einzelnen Schritte auch im Ernstfall koordiniert. Wegen der Übung werden einzelne Straßen abgesperrt (siehe unten).

Schon vorab haben die Anrainern eine Hochwasserschutzfibel erhalten, welche im Ernstfall über das Verhalten der Bewohner, die behördlichen Maßnahmen und auch über den Evakuierungsplan informiert.

Unterstützt wird dieser Auf- und Abbau des Hochwasserschutzes auch von einer „Interessensgemeinschaft Hochwasserschutz“ - einer neu gegründeten Gruppe von Freiwilligen (vor allem Anrainer und Bewohner)

„Die gegenseitige Hilfeleistung ist im Ernstfall von großer Bedeutung“, weiß Herwig Türk, der seit 40 Jahren in der Fischergasse lebt und schon einige Hochwässer erlebt hat. Damit Interessierte die Übung am 23. und 24. Oktober auch mitverfolgen können, wurde in der Fischergasse ein Zuschauerkorridor errichtet.

„Die Mitglieder der Interessensgemeinschaft sollen unsere Tätigkeiten verfolgen und uns anschließend Feedback geben“, erklärt Zivilschutzbeauftragter Patrick Strobl im Rahmen einer Pressekonferenz.

Straßen müssen gesperrt werden

Im Rahmen der Hochwasserschutzübung kommt es zu Sperren folgender Straßen:

Gesperrt ist die Bahnhofstraße von der Abt Karl-Straße bis zum Hauptplatz.

Ebenfalls gesperrt sind der Hauptplatz, die Kremser Straße sowie die Linzer Straße und die Prinzlstraße zwischen Linzer Straße und B1.

Die B1 ist am Freitag, dem 23. Oktober, von 13 bis 20 Uhr und am Samstag von 8 bis mindestens 12 Uhr gesperrt.