Melk

Erstellt am 17. August 2016, 05:00

von Markus Glück

Sommerspiele mit Rekord-Ergebnis. Intendant Alexander Hauer kann sich mit 93 Prozent Auslastung und rund 17.700 Besucher über Top-Festspieljahr freuen.

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17.700 Besucher, davon 15.800 in den Eigenproduktionen, konnte der Intendant der Melker Sommerspiele, Alexander Hauer, in diesem Jahr begrüßen.

Eine Auslastung von 93 Prozent sorgt zudem dafür, dass sich die Sommerspiele über eines der besten Ergebnisse in ihrer Geschichte freuen können. Die Eigenproduktionen „Odyssee“ und „Proud Mary - Ein Schiff wird kommen“ verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr ebenso ein leichtes Besucherplus.

Zwei Produktionen in einem Festspieljahr

Daniela Matejschek

Seit 2010 werden in der Bezirkshauptstadt zwei Produktionen in einem Festspieljahr aufgeführt, ein Konzept, das sich bewährt hat. „Beide Stücke sind uns in diesem Jahr wieder perfekt aufgegangen“, resümiert auch Hauer im NÖN-Gespräch.

Der Unterschied zu anderen Festspiel-Orten in Niederösterreich zeigte sich auch in diesem Jahr wieder ganz deutlich: Mit der Revue hat man einen Quotenbringer, der Entertainment der Spitzenklasse an die Donau zaubert, und mit dem Sprechtheater ein Sommertheater in höchster Qualität.

Auf "Odyssee" folgt „Bartholomäusnacht“

„Beide Werke waren Uraufführungen. In diesem Jahr hat mir getaugt, dass wir inhaltlich bei den Besuchern und den Medien extrem wahrgenommen werden“, so Hauer. Vor allem in der Odyssee fühlten sich viele Gäste an die vielschichtigen Themen der Gegenwart erinnert. Hauer: „Wir haben einen Container gekippt, aus welchem Schwimmwesten geflogen sind. Das hat ein gewisses Bild erzeugt.“

Melks Kultur-Stadtrat Emmerich Weiderbauer (Grüne) zieht ebenso wie Hauer eine positive Bilanz: „Ich habe beide Stücke zweimal gesehen. Sie waren sensationell. Ich denke, die Kombination Musikrevue und klassisches Stück, hat Melk zum Zentrum der Kultur gemacht.“

Um diese Vormachtstellung in der niederösterreichischen Kulturlandschaft aufrecht zu halten, arbeitet Alexander Hauer bereits am nächsten Sommerspiele-Jahr. Auf die „Odyssee“ wird dann die „Bartholomäusnacht“ folgen.